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Droht dem FC Bayern bei Thiago & Alaba der Worst Case?

via Sky Sport Austria

Bayern München bereitet sich ab Sonntag gezielt auf die Champions League vor. Die Diskussionen um David Alaba kommen da zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Beim Blick aus dem Fenster sah Karl-Heinz Rummenigge offensichtlich nicht genau hin. Er sei schon sehr beeindruckt gewesen, berichtete der Vorstandschef von Bayern München am Donnerstag nicht ohne Stolz, wie schnell Leroy Sane im Laufduell mit Robert Lewandowski gewesen sei. Wie bitte, er war nicht sogar deutlich schneller? Tatsächlich saß Rummenigge einer Verwechslung auf: Der Sprintpartner von Lewandowski war Joshua Zirkzee, der mit Sane höchstens das üppige Haupthaar gemein hat.

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Sane wiederum stieg am Freitag ins Kleingruppentraining ein, ab Sonntag trainieren beim deutschen Rekordmeister dann alle gemeinsam, um bestens vorbereitet zu sein – zunächst für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Chelsea (8. August). Sane wird da nur Sparringspartner sein. In der Königsklasse ist er in dieser Saison für die Münchner noch nicht spielberechtigt, er ist vorerst ein Versprechen für die Zukunft. Im Gegensatz zu David Alaba, bei dem derzeit nur die Gegenwart gewiss ist.

Bayern will ÖFB-Star unbedingt halten

Alaba, unter Trainer Hansi Flick aufgestiegen zum Chef der Abwehr, hat einen Vertrag bis 2021. Und er wird, das betonte Rummenigge am Donnerstag, die Saison in der Champions League für den FC Bayern beenden. Aber dann? In den Gesprächen mit Alabas Berater Pini Zahavi und Alabas Vater sei bisher “noch keine Lösung gefunden worden”, berichtete Rummenigge ein wenig betrübt, er betonte allerdings zugleich den unbedingten Willen des Klubs, den Österreicher zu halten: “Wir wollen verlängern.”

Auch Alaba will wohl verlängern – aber im Bewusstsein seiner gewachsenen Bedeutung unter Flick dafür besser bezahlt werden. Rummenigge irritiert diese Haltung. “Bei den Gehältern scheint im Spitzenbereich der ein oder andere Berater noch der Meinung zu sein, dass trotz Corona in der Welt die Sonne draußen noch hell scheint. Dem ist aber nicht so. Aber vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, am Ende des Tages zu einer, sagen wir mal, Kompromisslösung zu kommen.”

Thiago-Abschied wahrscheinlich

Bei Thiago ist dieser Kompromiss wohl nicht mehr möglich, der FC Bayern wartet allem Anschein nur noch darauf, dass sich ein Klub bei ihm meldet, der eine angemessene Ablösesumme für den ebenfalls bis 2021 gebundenen Spanier zahlt. Rummenigge sagte, es werde keinen “Summer Sale” geben, aber: Sportvorstand Hasan Salihamidzic arbeitet offensichtlich an einem Plan B, sollten die Münchner gezwungen sein, Alaba und Thiago doch in den kommenden Wochen veräußern zu müssen.

Der Verein werde “versuchen, bis zum Ende der Transferfrist die Augen offen zu halten”, sagte Salihamidzic, das hieße: Es sind weitere Zugänge möglich nach Sane, Tanguy Kouassi und Alexander Nübel. Von Alaba war zuletzt zu hören, dass er in die Gespräche “nicht so involviert” sei, “weil ich mich voll und ganz auf die neue Aufgabe Champions League konzentrieren möchte”. Dem FC Bayern wäre wohl nicht unrecht, wenn er kurz auch mal an etwas anderes denken würde.

(SID)