Duell der Bayern-Jäger: Union Berlin zu Gast bei RB Leipzig
Auf der Jagd nach Tabellenführer FC Bayern München kommt es am Samstag in der 20. Runde deutschen Fußball-Bundesliga zum Ostschlager zwischen RB Leipzig und Union Berlin (18.30 Uhr live auf Sky Sport Bundesliga 1- Streame das Spiel mit dem Sky X Traumpass).
Der Tabellen-Vierte aus Leipzig weist vier Zähler Rückstand auf den Meister auf. Union liegt als Zweiter nur einen Punkt hinter den Münchnern, die den VfL Bochum empfangen. Die derzeitige Nummer drei, Borussia Dortmund, reist nach Bremen.
Mit einem Heimsieg würden die Sachsen, bei denen die ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer und Xaver Schlager zur Stammelf von Trainer Marco Rose gehören, die Berliner punktemäßig ein- und in der Tabelle überholen. Ob Rose Kapitän Willi Orban einsetzen kann, ist nach dessen viel beachteter Stammzellen-Spende noch unklar.
Union-Fans mit Schweige-Protest
Fix ist hingegen, dass es in der Partie wieder zum traditionellen Schweige-Protest der Union-Fans, die das RB-Modell in Leipzig ablehnen, kommt. Der Ex-Salzburg-Coach empfindet das Vorgehen ein wenig „scheinheilig“. „Ich kenne Union und weiß, wo sie herkommen und wie sie von den Fans profitieren“, sagte Rose am Freitag. „Union kämpft darum, dieses Underdog-Image so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.“ Doch auch da werde mittlerweile sehr gutes Geld bezahlt und über Spieler diskutiert, die bei anderen Vereinen nicht auf dem Zettel stünden.
Die jüngsten vier Duelle zwischen beiden Seiten gingen an den Club von Union-Kapitän Christopher Trimmel. Rose kümmert das nicht: „Meine persönliche Bilanz ist nicht schlecht.“ In sechs Spielen als Trainer von Gladbach und Dortmund gab es drei Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage. Leipzig ist zudem seit 17. September in Pflichtspielen ohne Niederlage. Aber auch die Hauptstädter haben zuletzt vier Mal in Folge in der Liga gewonnen.
Bayern will nächsten Sieg gegen Bochum holen
Der FC Bayern peilt unterdessen in München einen Pflichtsieg gegen den Tabellen-15. VfL Bochum mit Kevin Stöger an. Damit will sich der Rekordmeister auf den Champions-League-Kracher gegen Paris Saint-Germain einstimmen. „Wir brauchen Selbstvertrauen, weil wir nicht so mega im Flow waren die letzten Wochen und alles in Grund und Boden spielen“, meinte Bayern-Coach Julian Nagelsmann.
Dortmund will beim Gastspiel gegen Werder den sechsten Pflichtspielsieg in Serie im noch jungen Jahr einfahren. Allerdings ist beim BVB die in der Bundesliga beispiellose Heimniederlage gegen das Team um Kapitän Marco Friedl aus der Hinrunde noch präsent. Am 3. Spieltag hatten die Dortmunder bis zur 89. Minute mit 2:0 geführt und trotzdem mit 2:3 verloren. „Wie das zustande gekommen ist, war historisch. Und wenn wir uns die enge Tabellen-Situation jetzt Monate danach anschauen, würden uns die drei verlorenen Punkte sehr guttun“, erklärte Trainer Edin Terzic, dessen Team drei Zähler hinter München liegt.
Der SC Freiburg mit den ÖFB-Legionären Michael Gregoritsch und und Philipp Lienhart empfängt indes im badisch-schwäbischen Derby den VfB Stuttgart. Die TSG Hoffenheim und Christoph Baumgartner treffen beim Debüt des neuen Trainers Pellegrino Matarazzo auf Bayer Leverkusen. Am Sonntag (17.30 Uhr) kommt es zum Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Tabellen-Fünften Frankfurt von Trainer Oliver Glasner. Beim Geißbock-Club fehlt der Österreicher Dejan Ljubicic wegen einer Mandelentzündung.
(APA)/Bild: Imago
