Dunst-Dreierpack beschert Frankfurt CL-Premiere – Wolfsburg out

Den Sprung in die Champions-League-Gruppenphase schafften auch einige ÖFB-Teamspielerinnen. Eine Galavorstellung zeigte Barbara Dunst beim 3:0-Sieg von Eintracht Frankfurt bei Sparta Prag. Der Offensivspielerin glückte vor der Pause ein lupenreiner Hattrick (18., 33., 43.). Auch Verena Hanshaw stand in der Startelf, im Gegensatz zu Virginia Kirchberger, die im Kader fehlte. Die Deutschen hatten auch schon das Hinspiel mit 5:0 gewonnen.

Wolfsburg trauert, Frankfurt lacht: Erstmals seit 2012 haben die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg die Gruppenphase der Champions League verpasst. Der deutsche Vorjahresfinalist verlor das Rückspiel der letzten Qualifikationsrunde am Mittwochabend gegen Paris FC mit 0:2 (0:1), nachdem das Hinspiel in der Vorwoche 3:3 geendet hatte. Besser machte es die Eintracht, die auch das zweite Duell gegen Sparta Prag mühelos gewann – und erstmals in ihrer Klubgeschichte in die Gruppenphase der Königsklasse einzog.

In einer aus Wolfsburger Sicht enttäuschenden ersten Halbzeit besorgte Julie Dufour (38.) die verdiente Gästeführung. Der deutsche Pokalsieger blieb vor 3747 Zuschauerinnen und Zuschauern –  darunter Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch – glücklos, Dominique Janssen (61.) verschoss einen Foulelfmeter. In der 90. Minute sorgte Louise Fleury für die Entscheidung.

VfL-Trainer Tommy Stroot hatte einen „heißen Tanz“ erwartet, doch diesen begann sein Team mit schlotternden Knien. Einzig Torhüterin Lisa Schmitz, die erneut die angeschlagene Stammkeeperin Merle Frohms ersetzte, war es zu verdanken, dass die Gastgeber nicht früher in Rückstand gerieten. Zunächst parierte die 31-Jährige gegen Mathilde Bordieau (6.), dann entschärfte sie einen Handelfmeter von Gaetane Thiney (12.). Zuvor war VfL-Kapitänin Alexandra Popp bei einer Grätsche der Ball an den linken Arm gesprungen.

SKN-Frauen schnappen sich neuerlich Champions-League-Ticket

Die Wölfinnen, die wie im Hinspiel ungewohnt fahrig agierten, sorgten bis zur Pause nur selten für Entlastung. Dennoch stellte Ewa Pajor (22.) den Spielverlauf fast auf den Kopf, ihr Kopfball traf den Pfosten. Nach dem Seitenwechsel riss der VfL das Geschehen dann an sich – vergeblich.

Die SGE folgt hingegen den Fußballerinnen von Bayern München in die Königsklasse, die als deutsche Meisterinnen bereits qualifiziert waren. Am 20. Oktober findet in Nyon die Auslosung statt, die Gruppenphase beginnt Mitte November.

Auch Roma & Feiersinger in CL-Gruppenphase

Laura Feiersinger jubelte mit der AS Roma über einen 6:1-Sieg gegen den ukrainischen Vertreter Vorskla und stieg gesamt mit 9:1 auf. Das Aus kam hingegen für Viktoria Pinther im Dress des FC Zürich gegen Ajax Amsterdam.

Werbung

(SID/APA).

Beitragsbild: Imago.