Ehemaliger Austria-Boss beim ÖFB im Gespräch?

ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer will bei der Präsidiumssitzung am Freitag eine Strukturreform erwirken. Dabei hofft der Kärntner auf eine Zweidrittelmehrheit, um die gewünschten Änderungen durchsetzen zu können.

Ein großes Ziel von Mitterdorfer sei es, die angespannte Lage zwischen Thomas Hollerer und Bernhard Neuhold zu lösen. Das Duo bildet seit 2016 gemeinsam die ÖFB-Geschäftsführung. Eine Trennung von einem der beiden scheiterte bislang an einer fehlenden Mehrheit.

Mitterdorfer will im Rahmen der Strukturreform wohl beide Personalien von ihren Aufgaben entbinden und eine dreiköpfige Geschäftsführung einsetzen. Dabei soll ein CEO an der Spitze von zwei Geschäftsführern (Wirtschaft und Sport) begleitet werden.

Im Sky-Podcast DAB | Der Audiobeweis „ÖFB-Spezial“ unterstützte der frühere Teamspieler Marc Janko den Ansatz von Klaus Mitterdorfer, den ÖFB umzukrempeln. „Er ist der erste Präsident, der jemals eine Strukturänderung angegangen ist und auch die Wichtigkeit für diesen Akt erkannt hat“, meinte Janko.

Sky-Experte Janko begrüßt ÖFB-Reform

Ebenbauer offenbar ein Thema

Der „Kurier“ nannte zuletzt Christian Ebenbauer als möglichen Kandidaten. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesliga könnte als CEO zum ÖFB abwandern, sofern er sich diesen Wechsel vorstellen kann. Zudem könnte Peter Schöttel zum Geschäftsführer Sport aufsteigen.

Brisant an dieser Konstellation wäre laut dem Bericht, dass Ebenbauer seinen Studienkollegen Thomas Hollerer als Geschäftsführer Wirtschaft einsetzen möchte. Damit würde der aktuelle Generalsekretär in dem ÖFB in einer etwas modifizierten Rolle erhalten bleiben. Nennenswert ist außerdem, dass Ebenbauer als Vorstandsvorsitzender der Bundesliga ein stimmberechtigtes Mitglied des ÖFB-Präsidiums ist und für die Absetzung der beiden Geschäftsführer stimmen könnte, um anschließend selbst den Posten zu übernehmen.

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Kraetschmer ein Thema?

Wenige Tage vor der Präsidiumssitzung ist laut Informationen des „Kurier“ ein neuer Name aufgeblitzt: Demnach könnte der frühere CEO der Wiener Austria, Markus Kraetschmer, ein Thema sein.

Der 52-Jährige geht seit seinem Abgang von der Austria im Sommer 2021 einer selbstständigen Tätigkeit nach. Kraetschmer hat bereits Erfahrung beim Österreichischen Fußball-Bund. Als ehemaliges Aufsichtsratsmitglied fungierte der Wiener einst als Vizepräsident des ÖFB.

(Red.)

Bild: GEPA