Ehrliche Worte von Cancelo: „Menschen wie ich haben es nicht leicht“

Joao Cancelo hat sich zu seinem Start beim FC Bayern geäußert und dabei auch tiefe Einblicke in sein Leben gegeben.

Er war der wohl überraschendste sowie spektakulärste Neuzugang der Bundesliga im zurückliegenden Wintertransfer-Fenster: Joao Cancelo verließ Manchester City und Pep Guardiola und wechselte per Leihe zum FC Bayern. Seit Januar kam der Portugiese bei den Münchnern in elf Spielen zum Einsatz und steuerte ein Tor sowie vier Vorlagen bei.

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Trotz einiger Partien, in denen er zunächst mit der Reservistenrolle vorliebnehmen musste, fällt Cancelos Fazit nach knapp drei Monaten in München überwiegend positiv aus, wie er im vereinseigenen Interview äußerte: „Meinen Start bei Bayern empfinde ich als positiv. Auf Mannschaftsebene und auf persönlicher Ebene läuft bis jetzt alles sehr gut. Es ist eine Ehre für mich, hier zu sein.“

Cancelo gibt tiefe Einblicke

Mit seinen 28 Jahren ist der Portugiese bereits im Trikot von Juventus, Manchester City und Inter Mailand aufgelaufen und kann eine beeindruckende Titelsammlung vorweisen. Doch wie Cancelo berichtete, gibt es im Leben des Star-Verteidigers auch einige Schattenseiten. „Ich bin sehr impulsiv und sentimental und sehr wahrscheinlich leicht zu durchschauen, weil ich immer ausdrücke, was ich fühle. Transparente Menschen wie ich haben es in der heutigen schnellen und gnadenlosen Welt nicht immer leicht“, erzählte der 42-fache-Nationalspieler.

Auch der frühe Verlust seiner Mutter ist ein prägendes Thema im Leben des Portugiesen: „Als ich meine Mutter im Alter von 18 Jahren verloren habe, war das sehr hart. Wenn ich daheim in Portugal bin, besuche ich als Erstes Mamas Grab. Dort fühle ich mich gut. Ich kann ihr alles sagen, was ich fühle“, berichtete Cancelo und ergänzte: „Der Verlust hat mich stärker und zu dem gemacht, der ich heute bin.“

FIFA-Weltauswahl

Heute zählt Cancelo zu den besten Verteidigern der Welt und wurde im März in die FIFA-Weltauswahl gewählt. Dennoch übt sich der Portugiese in Bescheidenheit bei Vergleichen mit Größen wie Philipp Lahm. „Ich glaube, ich muss noch viel leisten, um am Ende auf das Niveau eines Lahm zu kommen. Er hat alles gewonnen. Die Champions League ist auch mein großer Traum – und ich werde nicht nachlassen, bis ich ihn verwirklicht habe. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr mit Bayern, ich hätte nichts dagegen.“

(skysport.de) / Bild: Imago