"Ein Spieler, der nie aufgibt": Arnautovic in Italien gefeiert

„Ein Spieler, der nie aufgibt“: Goldtorschütze Arnautovic in Italien gefeiert

Matchwinner Marko Arnautovic war bei Inter Mailand der gefeierte Mann. „Arna ist zu Inters tödlicher Waffe geworden. Er ist ein Spieler, der nie aufgibt“, schrieb die Corriere della Sera, nachdem der ÖFB-Angreifer die Italiener zum 1:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Atletico Madrid geschossen hatte.

„Inter schafft mit Arnautovic eine Kraftprobe gegen Atletico. Wegen der Leistungen der Mailänder wäre ein Sieg mit mehr Toren für Inter fairer gewesen“, schrieb Corriere dello Sport.

Video: Arnautovic erzielt Goldtor

„Eines der wichtigsten Tore meiner Karriere“

Arnautovic war in der Halbzeitpause für den Ex-Gladbacher Marcus Thuram eingewechselt worden und verschaffte Inter mit seinem Treffer in der 79. Minute eine gute Ausgangsposition für den Kampf um das Viertelfinale. „Arnautovic verschwendet mindestens drei Chancen. Die Fans spornen ihn an und er schafft am Schluss den entscheidenden Treffer“, kommentierte Gazzetta dello Sport.

Der 34 Jahre alte ÖFB-Stürmer, der im Sommer von FC Bologna zu Inter Mailand gewechselt war, feierte seinen Treffer als „eines der wichtigsten Tore in meiner Karriere: Es war keine einfache Zeit für mich. Nach den Verletzungen habe ich Zeit gebraucht, um wieder fit zu werden. Die Fans und Mannschaftskameraden haben mich spüren lassen, dass sie hinter mir stehen. Sie haben mir Energie gegeben, um das Tor zu schießen“, so Arnautovic.

Interview: „Wenn ich reinkomme, muss ich den Unterschied machen“

Trainer Simone Inzaghi haderte mit der Chancenverwertung. „Ich habe nach dem Spiel ein sehr gutes Gefühl, was die Leistung der Jungs gegen eine starke Mannschaft angeht. Es ist bedauerlich, dass wir nur mit einem Tor gewonnen haben“, sagte Inzaghi.

Arnautovic glänzte im Meazza-Stadion nicht nur wegen seines Tores. Arnautovic half viel in der Abwehr aus, brachte es auf eine Passquote von 100 Prozent und gewann fünf seiner sechs Zweikämpfe – für einen Offensivspieler gegen ein defensivstarkes Team wie Atletico bemerkenswerte Zahlen. „Mit fast 35 Jahren schenkt das Schicksal Arnautovic eine Gelegenheit zu zeigen, was er wirklich kann“, urteilte „La Repubblica“.

Arnautovic warnt vor Rückspiel

In den vergangenen Monaten war es für den ÖFB-Star bei Inter weniger gut gelaufen. Im Herbst setzte ihn eine Muskelverletzung wochenlang außer Gefecht, danach hatte er Mühe, wieder in Form zu kommen. „Es war keine einfache Zeit für mich. Nach den Verletzungen habe ich Zeit gebraucht, um wieder fit zu werden“, sagte Arnautovic.

Am Dienstag profitierte er von einer Blessur seines Sturm-Partners Thuram. Sollte der Franzose länger ausfallen, winken Arnautovic mehr Einsätze in der Start-Formation, möglicherweise auch beim Rückspiel gegen Atletico in Madrid am 13. März. „Das wird ein sehr schwieriges Match. Atletico ist ein extrem starker Gegner“, warnte das ÖFB-Ass.

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(SID)/Bild: Imago