VIENNA,AUSTRIA,22.MAY.21 - SOCCER - tipico Bundesliga, championship group, SK Rapid Wien vs Linzer ASK. Image shows the rejoicing of Rapid. Photo: GEPA pictures/ Michael Meindl

Einer aus drei: Prominenter Vizemeister als Rapids erste CL-Quali-Hürde

von Martin Wallentich

Das Starterfeld der kommenden Europacup-Saison nimmt nicht nur in Österreich Form an: In den meisten Ländern wurden die Spielzeiten bereits beendet. So kennt der SK Rapid Wien bereits die drei möglichen Gegner der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde – und auch ein potenzieller Kontrahent des FC Red Bull Salzburg im Play-off steht schon fest.

Als Vizemeister wird der SK Rapid Wien im Platzierungsweg der CL-Qualifikation ab der zweiten Runde antreten. Dies bedeutet, dass die Hütteldorfer drei Runden für den großen Coup überstehen müssen. Doch auch eine Teilnahme an der Europa League ist bereits beim Einzug in die dritte CL-Qualirunde fix. Bei zwei gescheiterten Runden wäre noch immer die Conference League erreichbar, im schlechtesten Fall würde man jedoch auch diese verpassen.

In Q2 (Spieltage am 20./21. Juli bzw. 27./28. Juli) sind die Wiener aber zunächst ungesetzt und werden auf einen von drei prominenten Vizemeistern treffen: Celtic Glasgow, PSV Eindhoven oder Sparta Prag wird der erste internationale Prüfstein der Grün-Weißen lauten.

Der zuletzt neunfache schottische Meister Celtic musste den Titel in diesem Jahr dem Lokalrivalen Rangers FC überlassen – durch die Europacup-Bilanz der letzten Jahre hat man aber dennoch die Chance auf die Königsklasse. Mit dem Team aus Glasgow hat Rapid zuletzt Pflichtspiel-Bekanntschaft in der Europa-League-Saison 2009/10 gemacht.

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PSV Eindhoven muss wiederum aufgrund des EL-Sieges von Villarreal früher antreten. Derzeit stehen im Kader des Teams von Ex-Salzburg-Trainer Roger Schmidt unter anderem der ehemalige BVB-Profi Mario Götze sowie der israelische Teamspieler Eran Zahavi und der niederländische Offensivmann Donyell Malen. Zudem wird Andre Ramalho von Salzburg zum holländischen Team stoßen, Ex-Mainzer Phillipp Mwene soll zudem ein Thema für die Defensive sein.

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Sparta Prag gab zuletzt den Einserstatus in Tschechiens Hauptstadt an den Lokalrivalen Slavia ab. Mit vielen nationalen Talenten hofft man allerdings auf einen Überraschungserfolg im Europacup; ähnlich wie jenem 2016, als man bis ins EL-Viertelfinale vorstieß. Mit dem 18-jährigen Adam Hlozek hat sich exemplarisch ein junges Talent in den Fokus europäischer Spitzenteams gespielt.

Sollte die erste Hürde erfolgreich genommen werden, drohen Rapid aber weitere schwere Aufgaben. Auch Benfica Lissabon, Shakhtar Donezk und AS Monaco kämpfen ab der dritten Runde um die zwei begehrten CL-Plätze des Platzierungsweges.

Dänischer Traditionsverein und alte Bekannte für Salzburg möglich

Zumindest laut Papierform einfacher ist der Weg von Meister Salzburg: Das Team von Neo-Coach Matthias Jaissle wird im CL-Play-off des Meisterweges (Spieltage am 17./18. August bzw. 24./25. August) starten und hat zumindest die EL-Teilnahme sicher. Als zusätzlich topgesetztes Team weicht man so zumindest dem ein oder anderen großen Namen aus.

Erster möglicher Kontrahent ist Dänemarks Meister Bröndby IF, der ebenfalls im Play-off einsteigt, dort aber ungesetzt sein wird. Der nordische Traditionsverein gewann den ersten Meistertitel seit 16 Jahren und setzt wohl auf die Rolle Außenseiters. Mit dem ehemaligen Salzburger Josip Radosevic und Ex-Rapid-Stürmer Andrija Pavlovic stehen im übrigen zwei einstige Bundesligaspieler im BIF-Kader.

Weitere CL-Aspiranten müssen zunächst die vorhergehenden Qualifikationsrunden überstehen. Sollte den Favoriten dies gelingen wäre beispielsweise ein Wiedersehen mit Neo-Dragovic-Klub Roter Stern Belgrad oder Malmö FF möglich. Auch die Young Boys Bern, die Glasgow Rangers oder Ferencvaros Budapest könnten als ungesetzte Gegner für den österreichischen Serienmeister in so einem Fall in Frage kommen.

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(Red).

Beitragsbild: GEPA.