Eishockey: Salzburg wieder das Maß der Dinge
Salzburg (APA) – Der finanziell bestens ausgestattete Eishockey-Club Red Bull Salzburg drückt der Erste Bank Liga seit dem Einstieg 2004/05 seinen Stempel auf. Mittlerweile halten die 2007 erstmals erfolgreichen Salzburger bei bereits sechs österreichischen Meistertiteln, weitere zwei Mal standen sie im Endspiel.
Die Scharte des verlorenen Vorjahresfinales gegen Bozen wetzten die „Bullen“ mit dem glatten Erfolg gegen die Vienna Capitals eindrucksvoll aus. Salzburg kürte sich nach dominanter Vorstellung im Grunddurchgang und im Play-off verdient zum Champion. Zufall ist das natürlich keiner, denn Neotrainer Daniel Ratushny durfte wie schon seine Vorgänger – darunter die international renommierten Hardy Nilsson und Pierre Page – aus dem Vollen schöpfen.
Neben nationalen Spitzenspielern wie Matthias Trattnig und Thomas Raffl verfügt Salzburg Jahr für Jahr auch über mehrere Top-Legionäre. Heuer ragten die Neuzugänge John Hughes und Brett Sterling sowie Ryan Duncan heraus. Der aus Straubing als Nachfolger des zum Red-Bull-Partnerclub München abgewanderten Don Jackson nach Salzburg gekommene Ratushny konnte sich aber nicht nur auf seine Stars verlassen, sondern auf durchwegs starke Linien zurückgreifen.
Denen verordnete der parallel auch als ÖEHV-Teamchef arbeitende Kanadier ein perfekt funktionierendes Spielkonzept. Und auch an jungen Eigenbauspielern mangelt es den Salzburgern nicht, betreibt man doch seit Jahren eine Nachwuchsakademie, die in Europa ihresgleichen sucht.
Nationale Erfolge sind dem Club, der seit dem 2000 von Red Bull finanziert wird, aber nicht genug. Man will auch international – wie schon bei den Siegen im Continental Cup 2010 und beim eigenen Salute-Turnier (2009, 20011) – für Furore sorgen. In der abgelaufenen Saison gelang das in der mitinitiierten Neuauflage der Champions League nur bedingt. Nach eindrucksvollem Grunddurchgang kam im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Luleaa nach klarer Führung das Aus.
In der heimischen Liga konnte den Mozartstädtern aber keine Mannschaft auch nur annähernd das Wasser reichen. Damit legte die Eishockey-Abteilung den Fußballern aus dem erfolgsgewohnten Red-Bull-Imperium vor, die ebenfalls auf den Titel zusteuern und demnächst nachlegen können.