Elfenbeinküste und Ecuador spielen in Gruppe E um Aufstieg
In Gruppe E der Fußball-WM ist der Platz an der Spitze vergeben, gesucht werden aber noch ein oder zwei Aufsteiger.
Deutschland hat sich mit Siegen gegen Curacao und die Elfenbeinküste Rang eins gesichert, am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) geht es zum Abschluss gegen Ecuador. Die Südamerikaner sind mit nur einem Zähler bisher viel schuldig geblieben und benötigen einen Sieg. Den Ivorern wiederum reicht bereits ein Zähler gegen Curacao, um Platz zwei zu fixieren.
Ecuador droht nach Enttäuschungen Aus
In East Rutherford nahe der Metropole New York entscheidet sich das Schicksal Ecuadors bei dieser Weltmeisterschaft. Nach der 0:1-Niederlage gegen die Elfenbeinküste und dem dürftigen 0:0 gegen Curacao müssen nun drei Punkte gegen die Deutschen her. Anderenfalls kann der Zweite der Südamerika-Qualifikation frühzeitig die Koffer packen. Die Enttäuschung wäre dementsprechend groß bei Moises Caicedo, Willian Pacho und Co., schließlich war die Truppe mit einer Serie von 19 ungeschlagenen Spielen nach Nordamerika gereist.
Das deutsche Team hingegen kann taktisch agieren und bei der Aufstellung rotieren. Teamchef Julian Nagelsmann könnte einige Stammkräfte schonen, schließlich steht bereits am Montag (22.30 Uhr) in Boston das Sechzehntelfinale an. Ein Kandidat für die Startelf ist Edeljoker Deniz Undav, der bereits drei WM-Tore auf seinem Konto hat. Den Platz des verletzten Nico Schlotterbeck in der Innenverteidigung erbt Antonio Rüdiger. Herschenken will man das Spiel aber keinesfalls. „Wir müssen im Rhythmus bleiben, jeder Sieg ist gut für uns“, sagte Mittelfeldspieler Nadiem Amiri.
Gegen Ecuador winkt sogar ein DFB-Rekord: Zwölf Siege in Serie gelangen der Nationalelf erst einmal in ihrer über 100-jährigen Geschichte. Und zwar von Mai 1979 bis Juni 1980 unter Jupp Derwall. 46 Jahre später kann die Nagelsmann-Truppe die Bestmarke egalisieren.
Elfenbeinküste will Platz zwei fixieren
Im zeitgleichen Parallelspiel will die Elfenbeinküste in Philadelphia den Aufstieg fixieren, gegen die Karibikkicker aus Curacao sind die Westafrikaner klarer Favorit. Die Partie bietet zudem für Yan Diomande und Co. die Möglichkeit, nach der knappen 1:2-Niederlage gegen die Deutschen wieder auf die Erfolgsstraße zurückzukehren. „Wir werden das Spiel als Lehre nutzen, um Fehler und noch bestehende Schwächen auszumerzen. Das wird uns helfen, so weit wie möglich zu kommen“, sagte Coach Emerse Fae. „Unser Schicksal liegt immer noch in unseren Händen – oder besser gesagt in unseren Füßen.“
Underdog Curacao will unterdessen weiter für Furore sorgen. Nach dem historischen Remis gegen Ecuador möchte der WM-Debütant auch die Ivorer überraschen. Im Mittelpunkt könnte erneut Keeper Eloy Room stehen, der die Ecuadorianer zur Verzweiflung brachte. Die Truppe von Coach Dick Advocaat kann jedenfalls befreit aufspielen, hat man doch die Erwartungen an das kleinste WM-Teilnehmerland der Geschichte längst übertroffen.
