February 21, 2020, Barcelona, Catalonia, Spain: February 21, 2020 - Circuit de Barcelona-Catalunya, Montmelo, Spain - Formula One preseason 2020 Sebastian Vettel of Germany driving the 5 Scuderia Ferrari SF1000 in the box. Formula One preseason 2020.Feb 21th PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAa178 20200221zapa178008 Copyright: xEricxAlonsox

“Ende eines Irrtums” – Pressestimmen zu Vettel-Aus bei Ferrari

via Sky Sport Austria

Die internationale Presse wertet das bevorstehende Aus von Sebastian Vettel bei Ferrari vor allem als Scheitern des 32-jährigen Deutschen bei der Scuderia.

Die Schuld sehen einige aber nicht nur bei dem vierfachen Ex-Weltmeister, der nach seinem Wechsel von Red Bull zur Saison 2015 zu Ferrari nicht an die vorherigen Erfolge anschließen konnte.

Neue Zürcher Zeitung: “Die Trennung von Vettel und Ferrari als Ende eines Irrtums. Vettel ist nicht nur an den vielen Fehlern gescheitert, die er mit einem meist unterlegenen Auto unter Druck gemacht hat, sondern auch am Schlingerkurs der Ferrari-Führung.”

Tages-Anzeiger: “[Vettel] geht als Gescheiterter. Ferrari verlor in der internen Zerreißprobe zwischen Jungtalent und vierfachem Weltmeister die Kontrolle.”

The Telegraph: “Mit Blick auf die jüngsten Ergebnisse von Vettel ist es verständlich, dass Ferrari mit einem weiteren Dreijahresvertrag zögerte.”

Sainz laut Medien Vettel-Nachfolger bei Ferrari

Corriere della Sera: “Zwischen Vettel und Ferrari herrschte  schon seit längerer Zeit eisiger Wind. Der frühzeitige Niedergang des Sterns Vettels ermöglicht Leclerc, im F1-Firmament noch mehr zu glänzen. Leclerc ist im Laufe einer Saison zum Lieblingssohn Ferraris aufgerückt.”

Gazzetta dello Sport: “Die Trennung von Vettel und Ferrari hat einen Domino-Effekt auf dem schlafenden Markt der F1-Piloten ausgelöst. Die fast sichere Verpflichtung von Carlos Sainz seitens Maranellos wird bei McLaren einen Platz frei lassen, den wahrscheinlich Daniel Ricciardo übernehmen wird. Auch Vettel hat mit McLaren gesprochen, doch offenkundig liegen seine Forderungen über deren Möglichkeiten.”

Corriere dello Sport: “Sebastian Vettel zahlt einen hohen Preis für die vielen Fehler, die er bei Ferrari begangen hat.”

La Stampa: “Das Ende einer Liebesgeschichte: Ende des Jahres trennen sich die Wege von Vettel und Ferrari. Jeglicher Versuch, den Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern, wie die Scuderia vorgeschlagen hatte, ist gescheitert.”

Mercedes-Teamchef Wolff: Vettel “für jedes Team eine Bereicherung”

Frankfurter Allgemeine Zeitung: “Ohne Vertrauen. Fahrtende nach 2020 für Sebastian Vettel bei Ferrari: Zwischen dem Deutschen und der Scuderia fehlt der Glaube an die Qualitäten des anderen.”

Süddeutsche Zeitung: “Donnerschlag in der Stille. Sebastian Vettel und sein Arbeitgeber Ferrari geben sich kaum Mühe, Bedauern über ihre Trennung zum Saisonende vorzutäuschen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister will nicht den Adjutanten seines Rivalen spielen. Nun ist die Frage, wie viele Rennen ihm noch bleiben.”

Bild: “Der größte Formel-1-Hammer passiert noch vor dem Saisonstart: Sebastian Vettel wird Ferrari Ende des Jahres verlassen! Nach fünf durchwachsenen Jahren das Aus bei Ferrari. Auch weil ihm Schumis Härte fehlt.”

L’Equipe: “Seit gestern gibt es keinen Zweifel mehr, wenn es für einige noch Zweifel gab, dass Leclerc in Maranello die Nummer eins geworden ist. In weniger als zwei F1-Saisonen hat es der 22-jährige Monegasse geschafft, einen viermaligen Weltmeister (2010, 2011, 2012, 2013) auszuschalten, die interne Alchemie bei Ferrari umzukrempeln (…). Seit gestern ist es daher eine Selbstverständlichkeit, dass die Zukunft der Scuderia mit der von Leclerc verbunden ist. (…) In weniger als einem Kalenderjahr wurden die Messen gesungen, der Kaiser begraben und der neue König inthronisiert. Die Machtergreifung war bonapartistisch, schnell, chirurgisch und – fast – reibungslos.”

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(APA/SID).

Beitragsbild: Imago.