TORSHAVN,FAROE ISLANDS,09.OCT.21 - SOCCER - FIFA World Cup Qatar 2022, European qualifiers, OEFB international match, Faroe Islands vs Austria. Image shows Ercan Kara (AUT). Photo: GEPA pictures/ Philipp Brem

Ercan Kara glänzt bei erstem Startelf-Einsatz im ÖFB-Team

via Sky Sport Austria

Beim 2:0-Auswärtssieg in der WM-Qualifikation gegen die Färöer hat vor allem ein österreichischer Fußball-Teamspieler in einer wenig aufregenden Partie für Highlights gesorgt. Ercan Kara überzeugte am Samstag in seinem ersten Länderspiel von Beginn an. Der Rapidler sicherte als Mittelstürmer immer wieder Bälle, bereitete das erste ÖFB-Tor durch Konrad Laimer mustergültig vor und wurde selbst oft gefährlich, so etwa bei einem sehenswerten Lattenschuss.

Ein Tor blieb dem 25-Jährigen zwar versagt, Kara zeigte sich aber davon überzeugt, dass sein erster Treffer im Nationalteam nur eine Frage der Zeit sein wird. Außerdem gehe es einzig und allein um das Wohl der Mannschaft. “Natürlich will man als Stürmer immer treffen, doch wichtig war, dass wir gewonnen haben”, erklärte der Angreifer nach seinem insgesamt fünften Ländermatch im ORF-Interview.

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Vor zweieinhalb Jahren spielte Kara noch in der Ostliga, im Jänner 2020 kam er vom Zweitligisten SV Horn um kolportierte 200.000 Euro zu Rapid, wo er auf Anhieb einschlug. Erst in dieser Saison geriet der Aufstieg des mittlerweile auf einen Marktwert von 3,5 Millionen Euro taxierten Goalgetters etwas ins Stocken.

Seit Ende August blieb er sieben Bewerbspartien en suite ohne Torerfolg, wirkte in dieser Phase müde und überspielt. Am vergangenen Sonntag gelang jedoch mit einem Dreierpack gegen die WSG Tirol der Befreiungsschlag. Seine körperlichen Probleme hat Kara nach eigenen Angaben überwunden. “Ich fühle mich gut. Es waren nicht wenige Spiele in dieser Saison, doch wenn man professionell ist und gut regeneriert, kann man immer frisch sein.”

Kara schien für die Oktober-Länderspiele ursprünglich auf der Abrufliste auf und wurde nur aufgrund des Ausfalls von Marko Arnautovic nachnominiert. Nach seinem Auftritt in Torshavn wird er wohl auch am Dienstag in Kopenhagen gegen Dänemark von Beginn an gesetzt sein, schließlich bewies er am Samstag auch Vorbereiter-Qualitäten.

Dennoch Steigerung gegen Dänemark nötig

Nutznießer war in diesem Fall Laimer, der das 1:0 in einer Umschaltsituation mit einem Pass auf Kara selbst eingeleitet hatte. “Das Tor war wichtig gegen einen tiefstehenden Gegner und von vorne bis hinten schön herausgespielt”, meinte der Leipzig-Profi und gestand: “Es war ein Pflichtsieg, das haben wir erledigt. Es war nicht spektakulär von uns, doch wir nehmen die drei Punkte mit.” Nun warte am Dienstag in Kopenhagen ein “spannendes Spiel”, so Laimer.

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Der EM-Semifinalist Dänemark hält in Gruppe F nach sieben Runden bei sieben Siegen und einem Torverhältnis von 26:0 – kein anderes europäisches Team hat in der laufenden WM-Qualifikation eine derartige Bilanz vorzuweisen. “Es wird komplett anders als gegen die Färöer. Wir müssen uns sehr gut vorbereiten und eine noch bessere Leistung abliefern”, forderte Kara. Florian Grillitsch ergänzte: “Die Dänen haben eine ganz andere Qualität. Wir müssen einen guten Tag erwischen, doch es ist alles möglich.”

(APA) / Bild: GEPA