Ercan Kara über sein Tor: „Es muss auch einmal so einer rein“

via Sky Sport Austria
  • Alexander Kofler über seinen Patzer: „Darf mir nicht passieren, ist mir aber leider passiert“
  • Marcel Ritzmaier: „Der Wille war heute entscheidend“
  • Ferdinand Feldhofer: „Rapid hatte nicht mehr Chancen als wir heute“
  • Alfred Tatar über Ercan Kara: „Er hat sich seine Naivität des Amateur-Fußballspiels im Profi-Fußball behalten – die ist Gold wert“

SK Rapid Wien gewinnt gegen RZ Pellets WAC mit 1:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

SK Rapid Wien – RZ Pellets WAC 1:0 (1:0)
Schiedsrichter: Alan Kijas

Dietmar Kühbauer (Trainer SK Rapid Wien):
…nach dem Spiel: „Ein wichtiger Sieg heute. Weil wenn man das Spiel beurteilt, dann war es nicht der große Reißer. Wir haben zwar verdient gewonnen, aber mir hat heute die Frische meiner Mannschaft gefehlt. Wir können es besser. Wir haben zwar bewiesen, dass wir kompakt sind, aber nach vorne hin war es von beiden Mannschaften kein Feuerwerk, deshalb ist der Dreier sehr wichtig. Solche Spiele gibt es auch. Wenn man den Dreier macht, dann ist es in Ordnung.“

…über den Tabellenstand: „Wir reden nicht von Titelträumen, denn jetzt kommt einmal die Teilung.“

…vor dem Spiel: „Wir haben heute einen guten Gegner vor der Tür. (..) Heute treffen zwei spielerisch starke Mannschaften aufeinander.“

…angesprochen auf den Transfer von Marco Grüll: „Anscheinend sind wir mit Marco einig. Wir freuen uns darauf, weil er ein Spieler ist, der Potenzial hat und hoffentlich in Ried noch seine Spiele und Tore macht und ab Juni ist er dann bei uns. Ich freu mich darauf.“

Marcel Ritzmaier (SK Rapid Wien):
…nach dem Spiel: „Ich glaube, der Wille war heute letztendlich entscheidend. Den haben wir ganz gut auf den Platz gebracht. Es war wie immer bei Rapid gegen WAC ein offener Schlagabtausch und hätte in beide Richtungen gehen können. Glücklicherweise bleiben die Punkte in Wien.“

Ercan Kara (SK Rapid Wien):
…über sein Tor zum 1:0: „Ich habe einfach draufghaut und er ist reingegangen. Es muss auch einmal so einer rein.“

…angesprochen auf das Niveau des Spiels von Rapid: „Es war nicht das Gelbe vom Ei. Aber solche Spiele gibt es auch. Wir haben 3 Punkte hier in Hütteldorf gelassen. Alles was zählt, sind die 3 Punkte und die haben wir hiergelassen.“

…auf die Frage, wie ihn der Ausdruck ,Mini-Zlatan´ gefällt: „Gefällt mir nicht. Mini bin ich keiner. Ercan Kara gefällt mir besser.“

…angesprochen auf eine Vertragsverlängerung: „Ich habe schon des Öfteren gesagt, dass ich hier sehr glücklich bin. Ich habe noch bis Sommer 2022 Vertrag. Wir werden sehen, was sein wird, aber ich bin hier glücklich.“

Ferdinand Feldhofer (Trainer RZ Pellets WAC):
…nach dem Spiel: „Rapid hatte nicht mehr Chancen als wir heute. Erste Halbzeit war es ein typisches 0:0, wo wir einfach einen kollektiven Fehler machen, der durch einen Weitschuss bestraft worden ist. Wir hatten auch ein, zwei Weitschüsse – bei uns sind die nicht reingegangen. Zweite Hälfte haben wir den Gegner dominiert, haben aber unsere zwei, drei guten Chancen nicht genützt und so verliert man dann 1:0 wirklich unnötig.“

…angesprochen auf die Top 6: „Wir werden es schaffen. Davon bin ich überzeugt.“

Alexander Kofler (RZ Pellets WAC):
…angesprochen auf das 0:1: „Schaut natürlich blöd aus. Ist ein klarer Fehler. Darf mir nicht passieren, ist mir aber leider passiert. Fehler passieren, aber dass es heute spielentscheidend war, ist natürlich doppelt bitter.“

…auf die Frage, wie er die bisherige Saison einordnet: „Ich kann das Ganze schon nicht mehr hören. Schön, dass wir im Cup und in der Europa League noch dabei sind, aber das tägliche Brot ist die Meisterschaft. Es wird langsam Zeit, dass wir da punkten. Sonst fährt der Zug ohne uns ins obere Playoff.“

Alfred Tatar (Sky Experte):
…nach dem Spiel: „Rapid hat sich ihrer Stärken besonnen. Das ist zurzeit eine defensive Stabilität und vorne hat man mit Ercan Kara einen Mann, der für das nötige Tor sorgen kann, auch wenn er heute die Unterstützung des gegnerischen Tormannes benötigt hat.“

…angesprochen auf Ercan Kara: „Er hat sich seine Naivität des Amateur-Fußballspiels im Profi-Fußball behalten. Er haut einfach einmal drauf. Er ist nicht so ausrechenbar, wie viele Spieler in der Bundesliga. Er hat seinen Weg über Horn gemacht, hat seine Chance bekommen und sich seine Naivität beibehalten. Die ist Gold wert.“

…angesprochen auf Michael Liendl und seine Auswechslung: „Ich mach mir oft ein Salatdressing mit Zitrone und ich hole jeden Tropfen aus der Zitrone raus. Ein Spieler der Qualität von Liendl – der hat ja noch laufen können und ist nicht auf dem Zahnfleisch dahingekrochen – hätte dem Spiel noch immer Impulse geben können. Solche Spieler presse ich aus, bis der Zitronensaft leer ist.“

…angesprochen auf das 1:0: „Kofler macht keine gute Figur.“

…über Rapid: „Der Trainer Dietmar Kühbauer hat es geschafft, eine harmonische Truppe zu formen, obgleich es Fliehkräfte gibt – Stichwort Fountas.“

…angesprochen auf den Transfer von Marco Grüll: „Ich denke, dass es hier auch eine finanzielle Komponente gibt. Rapid hätte eine gewisse Ablöse zahlen müssen. In vier Monaten bekommt man denselben Spieler zum Nulltarif. Aber das entscheidende ist, dass er jetzt nicht der Ronaldo ist, der das Niveau von Rapid exorbitant hebt. Er würde bei Rapid jetzt vielleicht sogar Probleme haben, von Beginn an zu spielen. Daher ist es vollkommen nachvollziehbar, dass Rapid jetzt einmal den Vertrag mit Grüll macht – aber erst ab Sommer – und Ried schaut durch die Finger.“

Andreas Herzog (Sky Experte):
…nach dem Spiel: „Es gab zwei Gründe für den Sieg der Rapidler. Einerseits die extrem gute Defensive. Die Rapidler haben dem WAC, bis auf ein bis zwei Möglichkeiten, defensiv überhaupt nichts zugelassen. Der zweite Grund war Ercan Kara. Auch wenn das Tor glücklich war, er ist ein ständiger Unruheherd, geht in jeden Zweikampf und hilft der Mannschaft so viel. Für Rapid ist er momentan in der Offensive das Um und Auf.“

…vor dem Spiel: „Entscheidend wird sein, wer weniger individuelle Fehler macht. Ich erwarte mir einen absoluten Schlager.“

…vor dem Spiel über Rapid: „Sie haben momentan einen sehr, sehr guten Lauf, aber dass sie nicht der große Favorit auf den Titel sind, das ist auch ganz klar.“

…angesprochen auf den Transfer von Marco Grüll: „Grüll ist bei Rapid jetzt nicht eine absolute Notwendigkeit. Wenn man einen so talentierten Spieler holt, dann muss man ihn sofort bringen und nicht die ersten Wochen auf die Ersatzbank setzen. Er kommt mit großen Erwartungen, die Fans haben große Erwartungen und wenn der dann nicht gleich von Beginn an – bei einem großen Verein -so gut startet und gut ist, dann ist es gleich wieder ein Dämpfer. Daher glaube ich, dass es für beide Seiten eine Win-win-Situation ist. Für Rapid und für ihn wäre es sehr gut, wenn dann im Sommer alles klappen könnte.“