Erler/Miedler fehlen noch die richtig „fetten“ Punkte

Zwei Jahre nach ihrem kometenhaften gemeinsamen Einstieg in die ATP-Tour mit dem Kitzbühel-Titel sind Alexander Erler/Lucas Miedler längst als Österreichs Einserdoppel etabliert. Heuer kehrten sie topgesetzt nach Kitz zurück, am Samstag spielen sie um ihren dortigen zweiten Finalsieg. Es geht um ihren fünften Titel. Auf Kitzbühel 2021 folgte Wien 2022, heuer schlugen sie in Acapulco und München erstmals im Ausland zu. Was fehlt, sind Erfolge auf Masters-1000- und Major-Ebene.

Bei den 1000ern in Miami, Madrid und Rom sowie bei den bisherigen drei Majors heuer reichte es in Summe nur zu einem Matchsieg, die Chance auf große Punkte haben Erler/Miedler also bisher ausgelassen. Dazu kommt, dass die beiden nicht bei jedem 1000er in den Raster kommen, so wie auch in den nächsten beiden Wochen in Toronto und Cincinnati. Daher spielen der Tiroler und der Niederösterreicher wie auch im Einzel Dominic Thiem und Sebastian Ofner als nächstes Turnier direkt vor den US Open in Winston-Salem.

Werbung

Große Sprünge im Ranking werden bei diesem 250er-Event nicht zu machen sein, vom aktuell 15. Platz im Race kann es da nur schrittweise nach vor gehen. „Wir müssen einmal bei einem großen Turnier richtig gut spielen“, sagte Erler zur APA – Austria Presse Agentur. Das Major in New York würde sich dafür anbieten, wohl nur darüber könnten sich noch die Top Acht und die Qualifikation für die Turiner ATP-Finals ausgehen. „Möglich ist alles. Das hat man ja bei uns gesehen“, bezog sich Erler auf ihren Kitzbüheler Lauf vor zwei Jahren.

Aktuell fehlen dem Duo knapp 800 Zähler auf das achtplatzierte Doppel, auf die Nummer 13 hingegen sind es nur gut 300. „Ende des Jahres in den ersten 13, dann wären wir bei den Masters dabei“, umriss Erler das realistischere Ziel für den Rest der Saison. Ob da die Verteidigung des Wien-Titels inkludiert ist, ist offen. „Eher Basel“, deutete Miedler die Möglichkeit eines Antretens beim mit dem Erste Bank Open zeitgleichen Schweizer Traditionsturnier an.

Der bisherige Saisonverlauf mit den beiden Tour-Titeln, ihrem bisher einzigen verlorenen Endspiel in Marrakesch sowie einem Challenger-Titel in Cagliari stellt den 25-jährigen Erler und den 27-jährigen Miedler als aktuelle Nummern 37 und 38 der Doppel-Weltrangliste jedenfalls durchaus zufrieden. Spielerisch sei man stärker geworden. Erler: „Das war bisher super, wir hätten das beide unterschieben. Der Weg ist der richtige.“

(APA) / Bild: GEPA