MINSK REGION, BELARUS - MARCH 22, 2020: Fans watch a 2020 Belarusian Football Cup match between FC Slutsk and Slavia Mazyr at the City Stadium in the town of Slutsk. The Belarusian Football Federation has decided not to cancel the new season of the tournament amid the COVID-19 coronavirus pandemic. Natalia Fedosenko/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS0D3073

Ex-Bundesligaspieler über Corona-Fußball in Weißrussland: “Die finden das gut”

via Sky Sport Austria

Am Wochenende rollt wieder der Ball in Weißrussland – und weltweit werden die Fußballfans mit einer Mischung aus Neid und Skepsis auf die kleine Wysschaja Liga schauen.

Auch deshalb richten die Klubs trotz der Corona-Pandemie noch immer Profispiele vor Zuschauern aus, erklärt der frühere deutsche Nationalspieler Thomas Brdaric (45), der 2011 in Weißrussland als Sportdirektor von Dinamo Minsk gearbeitet hat.

“Ein Grund ist die Aufmerksamkeit, die sie von der ganzen Welt bekommen. Weißrussland ist sonst ja nicht wirklich der Nabel der Fußballwelt”, sagte der frühere Bundesligastürmer in einem Interview: “Es werden Exklusivrechte zum Beispiel nach Indien verkauft, das finden die richtig gut.”

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“Menschenrechte werden dort ignoriert”

Der Hauptgrund sei jedoch der allmächtige Staatspräsident Alexander Lukaschenko, der das Coronavirus als “Psychose des Westens” bezeichnete und Alkohol zur Vorbeugung empfahl (“Mit Wodka solltet ihr nicht nur die Hände waschen, sondern ihr solltet auch 40 bis 50 Milliliter pro Tag trinken”). “Man muss berücksichtigen, dass es dort durch Alexander Lukaschenko eine Diktatur gibt, die Menschenrechte werden dort komplett ignoriert”, sagte Brdaric.

Eine andere Meinung als die des Präsidenten werde nicht akzeptiert, erklärte Brdaric. Außerdem verfüge Weißrussland über ein “sehr gutes Gesundheitssystem”, die Leute seien alle “komplett krankenversichert” und “fühlen sich relativ sicher”.

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(SID)

Beitragsbild: Imago