Eishockeyprofi Kilian Zündel hat die von der Österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) vorgelegte Vereinbarun

Ex-Grazer Zündel lehnt zweijährige Dopingsperre ab

Eishockeyprofi Kilian Zündel hat die von der Österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) vorgelegte Vereinbarung zur Beilegung des Verfahrens nicht akzeptiert und sich damit gegen eine mögliche zweijährige Dopingsperre gewehrt.

Das teilte der 25-Jährige, der am Dienstag von Meister Graz99ers fristlos entlassen worden war, am Samstag auf Instagram mit. Zündel hatte eine intravenöse Infusion verabreicht bekommen und dadurch gegen die Anti-Doping-Regularien verstoßen.

Diese erhielt er nach Beendigung der vergangenen Finalserie der ICE-Eishockeyliga. Nun will Zündel seinen Standpunkt im ordentlichen Verfahren vertreten. Er sei „zuversichtlich, dass die Umstände dort vollständig gewürdigt werden“, schrieb der gebürtige Vorarlberger. Am Dienstag hatten die Graz99ers in einer Aussendung noch mitgeteilt, Zündel werde der einvernehmlichen Beilegung des Verfahrens zustimmen.

Zündel wehrt sich gegen „Doping“-Begriff

Die NADA hatte in einer Stellungnahme gegenüber der APA klargestellt, „dass es sich um ein nicht-analytisches Beweisverfahren handelt und somit nicht um ein Verfahren aufgrund einer positiven Dopingprobe.“ Zündel unterstrich diesen Fakt: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt verbotene Substanzen zu mir genommen. Die Verkürzung auf Doping im Sinne einer Substanzeinnahme wird meinem Fall daher nicht gerecht.“

Am Dienstag hatte Zündel erklärt, dass er sich bewusst sei, einen Fehler gemacht zu haben. „Es handelte sich lediglich, nach einer kräfteraubenden Saison, um eine der Regeneration dienende Vitamininfusion“, wurde er in einer Mitteilung zitiert. Der Eishockeymeister aus Graz war von der Causa überrascht worden. „Wir sehen damit aber ganz klar unsere Werte sowie die Werte eines fairen, sauberen Sports verletzt. Wir haben beim Thema Doping, in welcher Form auch immer, eine absolute Null-Toleranz“, teilte Clubpräsident Herbert Jerich in einer Aussendung mit. Auch der Österreichische Eishockeyverband (ÖEHV) betonte, Doping in jeglicher Form aufs Schärfste zu verurteilen.

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