F1-Team Alpha Tauri erhält neuen Namen
Der Formel-1-Rennstall AlphaTauri fährt ab der kommenden Saison unter einem neuen Namen. Das bestätigte Teamchef Franz Tost am Freitag am Rande des Großen Preises von Österreich in Spielberg. „Derzeit sprechen wir glücklicherweise mit verschiedenen Unternehmen, es gibt ein großes Interesse an der Scuderia AlphaTauri. Aber es ist noch nichts unterschrieben oder bestätigt“, sagte der 67-jährige Tiroler. Der Titelsponsor beim Schwesterteam von Red Bull sei „sehr attraktiv“.
Die Entscheidung über den neuen Namen wird erst in naher Zukunft getroffen werden, vermutete Tost. „Das wird nicht in den nächsten Tagen passieren, sondern wahrscheinlich in ein paar Monaten.“ Das Team geht seit 2020 unter dem Namen AlphaTauri, die Modemarke von Red Bull, an den Start. Zuvor war die in Italien ansässige Talenteschmiede von Red Bull seit 2006 als „Toro Rosso“ (italienisch „Roter Bulle) bekannt.
Eine Rückkehr zum alten Namen schloss Tost nach kurzer Bedenkzeit aus. „Ich glaube nicht. Da gibt es sicher eine andere Möglichkeit, um mehr Geld zu bekommen“, sagte Tost, der vor der nächsten Saison als AlphaTauri-Teamchef aufhören wird. Vor wenigen Tagen hatte bereits Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko in der „Kleinen Zeitung“ den geplanten Namenswechsel angekündigt.
„Kleiner Schock“ für Red Bull bei Ricciardo-Rückkehr
Einen „kleinen Schock“ erlebte indes Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Ende des vergangenen Jahres nach der Rückkehr von Ersatzfahrer Daniel Ricciardo zum Austro-Rennstall. „Es war ein kleiner Schock. Wir haben ihn gar nicht wiedererkannt im Vergleich zu dem Fahrer, der uns ein paar Jahre zuvor verlassen hatte“, sagte Horner über Ricciardo, der für Red Bull zwischen 2014 und 2018 sieben Rennsiege gefeiert hat. Der Australier, der am Samstag 34 Jahre alt wird und in den vergangenen zwei Saisonen bei McLaren im Cockpit gesessen ist, habe aber sein „Mojo“ wiedergefunden.
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Ob Ricciardo im kommenden Jahr ein Kandidat für ein AlphaTauri-Cockpit ist, wollte Horner nicht bestätigen. „Bis zur nächsten Saison dauert es noch lange. Daniel steht dieses Jahr bei uns unter Vertrag. Er wird unser Auto erstmals nach dem Rennen in Silverstone bei einem Reifentest fahren. Er ist eine Weltklasse-Fahrer und wir werden zuerst schauen, wie er performt und wo seine Motivation liegt. Dann stellt sich die Frage, wen AlphaTauri für nächste Saison haben will“, erklärte der Brite.
Ricciardo arbeite derzeit hart am Rennsimulator, „in der virtuellen Welt ist er extrem konkurrenzfähig“, sagte Horner. „Wir werden sehen, ob das in die echte Welt überspringen wird.“
(APA).
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