Fall Onisiwo: Mattersburg blitzt auch vor dem OGH ab
Nach einem monatelangen Rechtsverfahren ist der Vertragsstreit zwichen Karim Onisiwo und seinem ehemaligen Arbeitgeber SV Mattersburg endgültig abgeschlossen. Wie Sky erfuhr wies der Oberste Gerichtshof (OGH) die Revision von Mattersburg mittels Beschluss zurück. Onisiwo bekam somit in höchster Instanz vom OGH Recht, die einseitige Option seines Ex-Vereins auf Vertragsverlängerung war nicht rechtmäßig. Der ablösefreie Transfer zum 1. FSV Mainz 05 im Jänner 2016 ist gültig zustande gekommen.
Dr. Rudolf Novotny, Geschäftsführer der „Vereinigung der Fußballer“ (VdF) nahm zum OGH-Urteil Stellung.
Ein Blick zurück: In der Saison 2014/15 schaffte Karim Onisiwo mit dem SV Mattersburg den Aufstieg in die tipico Bundesliga. Onisiwos Vertrag lief am Ende der Meister-Saison aus, Mattersburg zog jedoch die einseitige Option auf Verlängerung, die sich jedoch später als ungültig herausstellte. Der heute 24-Jährige blieb daraufhin ohne rechtmäßigen Vertrag bis zum Winter in Mattersburg.
„Option hatte keine Gültigkeit“
Sportlich ging es für den Top-Scorer und Spieler der Saison der Sky Go Ersten Liga 2014/15 auch in der höchsten Spielklasse weiter aufwärts. In 21 Einsätzen in der tipico Bundesliga erzielte Onisiwo drei Tore und lieferte 7 Assists. Außerdem debütierte er im November 2015 Freundschaftsspiel gegen die Schweiz für das ÖFB-Nationalteam.
Wiederholt sich der Fall Onisiwo?
Nachdem das Arbeits- und Sozialgericht Wien den Arbeitsvertrag zwischen dem SV Mattersburg und Onisiwo mit 30.6.2015 für ungültig erklärt hat, folgte Anfang 2016 der ablösefreie Wechsel in die Deutsche Bundesliga zum 1. FSV Mainz 05. Mattersburg sah sich jedoch weiterhin im Recht und legte daraufhin beim Oberlandesgericht Wien (OLG) gegen das Urteil Berufung ein. Das OLG bestätigte jedoch im Mai 2016 das Urteil, Mattersburgs zog zum Obersten Gerichtshof, welcher jetzt ebenfalls Onisiwo im Recht sah.
Mattersburg drohen weiter Konsequenzen
Weitere Fälle drohen
Für Novotny könnte mit dem Fall Onisiwo ein Exemple statuiert worden sein. Der Spielraum bei Verträgen sei zu groß, weitere Rechtsunsicherheiten könnten die Folge sein. Er fordert die Bundesliga auf den Kollektivvertrag anzupassen und Vertragsoptionen genauer zu definieren.
Onisiwo fand mittlerweile seinen Stammplatz in der Mannschaft der Mainzer. Der 2-fache ÖFB-Teampsieler erzielte in 18 Bundesliga-Partien zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Nach dem Abschluss des Verfahrens kann sich der frisch gewordene Familienvater wieder ganz auf Sohn Leroy-Zayn und den Fußball konzentieren.
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