Fast alle Rapid-Profis fit für Klagenfurt – Barisic: „Werden einige enttäuscht sein“
Vor dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag gegen Austria Klagenfurt steht Trainer Zoran Barisic vor einem „Problem“, das er in den vergangenen Monaten gern gehabt hätte.
Mit Ausnahme von Maximilian Hofmann und Christopher Dibon sind alle Spieler des Profikaders fit, der Coach kann also aus dem Vollen schöpfen, wird aber auch einige seiner Schützlinge vor den Kopf stoßen müssen. Auf dem Spielbericht ist nur Platz für 18 Kicker. „Es besteht Staugefahr“, sagte Barisic.
Der 52-Jährige freut sich über die große Auswahl, ist sich aber auch der Brisanz dieser Situation bewusst. „Es werden wieder einige enttäuscht sein, weil sie nicht im Kader sein werden.“ Nicolas Kühn steht nach monatelanger Pause vor einer Rückkehr, Ferdy Druijf gab bereits beim 2:1 im Cup-Semifinale gegen Ried am Mittwoch sein Comeback.
Barisic sieht in Sachen Intensität „Luft nach oben“
Nach dem erfolgreichen Einzug ins Cup-Finale fordert Barisic wieder vollen Fokus auf das Liga-Duell mit den Klagenfurtern. „Das Buch ist bis auf weiteres zugeklappt, jetzt haben wir uns auf die Liga zu konzentrieren“, forderte der Rapid-Trainer. In der Meisterschaft setzte es zuletzt zwei Niederlagen. „Ich hoffe, dass durch den Finaleinzug ein bisschen etwas abgefallen ist, was Druck und psychische Belastung betrifft, und dass die Spieler deshalb freier im Kopf sind und gewisse Dinge besser umsetzen können“, erklärte Barisic.
Bei seinen Kickern ortete der Wiener „Luft nach oben, was die Intensität betrifft. Ich habe das Gefühl, dass nicht alle immer auf ihrem höchsten Niveau spielen. Wir brauchen aber alle auf ihrem absolut höchstem Level.“
Die Klagenfurter seien nicht zu unterschätzen. „Sie sind sehr laufstark und kompakt, gut im Umschalten und bei Standards, sehr aggressiv im Zweikampf“, so die Einschätzung von Barisic. „Sie haben nichts zu verlieren und sind ein gefährlicher Gegner.“
Video: Das sagt Patrick Greil vor dem Duell gegen Klagenfurt
Pink-Abgang trifft Klagenfurt
Das bisher letzte Kräftemessen beider Clubs im Allianz Stadion brachte ein 1:0 für die Kärntner, der damalige Torschütze Markus Pink hat den Verein vor wenigen Tagen verlassen. „Ein sehr schwerer Verlust für Klagenfurt und ein Nachteil für die gegenwärtige Situation, aber es kann für die Entwicklung des Clubs auch ein Vorteil sein, wenn man keine Abstiegssorgen hat und schon jetzt beginnen kann, die Mannschaft für die kommende Saison zu formen“, vermutete Barisic. „Jetzt müssen eben andere mehr Verantwortung übernehmen.“
Dieser Meinung schloss sich Klagenfurt-Trainer Peter Pacult an. „Ich hätte ihn noch gern da, aber ich kann jetzt nicht herumjammern. Es müssen andere einspringen und andere Lösungen gefunden werden.“ Widerspruch gab es hingegen zu der Aussage, die Kärntner hätten auswärts gegen Rapid nichts zu verlieren. „Ich weiß, wie das gemeint ist, aber man kann immer drei Punkte verlieren. Man spielt Fußball, um erfolgreich zu sein“, betonte Pacult. Mit einem Sieg in Wien würden die sechstplatzierten Klagenfurter an Grün-Weiß vorbeiziehen.
(APA)/Bild: GEPA
