„Fast den Kopf abgerissen“: Wirbel um ausgebliebenen Elfmeterpfiff für Kalajdzic

Wolverhampton-Angreifer Sasa Kalajdzic feierte am Montagabend im Premier-League-Duell gegen Manchester United sein Comeback nach überstandenem Kreuzbandriss. Obwohl der ÖFB-Stürmer erst in der 88. Minute aufs Feld kam, war er kurz darauf an der meistdiskutierten Szene des gesamten Spiels beteiligt.

Beim Stand von 1:0 für Manchester United wurde Kalajdzic in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Flanke im Strafraum gesucht. United-Keeper Andre Onana wollte mit beiden Händen klären, segelte aber am Ball vorbei und räumte stattdessen klar Gegenspieler Kalajdzic im Fünfmeterraum ab (Szene ab Minute 2:25 im Video).

Während Kalajdzic am Boden lag, blieb zur Verwunderung vieler Zuschauer im Stadion und an den Bildschirmen der Elfmeterpfiff von Referee Simon Hooper jedoch aus. Anschließend überprüfte auch der VAR die Szene und bestätigte Hoopers fragwürdige Entscheidung, keinen Strafstoß zu geben.

Der ausgebliebene Elfmeterpfiff stieß bei Wolverhampton-Trainer Gary O’Neil auf großes Unverständnis. „Es hat von der Seitenlinie so ausgesehen, als ob er ihm den Kopf abgerissen hat. Wenn man nach dem Ball greift und den Spieler so hart trifft, ist das ein Elfmeter“, sagte O’Neil nach dem Spiel.

Schiedsrichter-Chef gesteht Fehler sofort ein

Nach dem Spiel habe laut O’Neil sogar der Chef des Schiedsrichterwesens in England, Jon Moss, den Fehler seines Referee-Kollegen zugegeben. „Ich habe mit Jon gesprochen. Er hat sich entschuldigt und gesagt, dass es ein ganz klarer Elfmeter war und dass er hätte gegeben werden müssen,“ erklärte der Wolves-Trainer.

Die Fehlentscheidung hat für das Referee-Gespann um Simon Hooper offenbar direkte Folgen. Wie der „Mirror“ berichtet, wurden der Schiedsrichter und dessen VAR-Team für die 2. Runde der Premier League auf dem Verkehr gezogen.

Die Wolverhampton Wanderers können sich davon naturgemäß nichts mehr kaufen und stehen statt mit einem möglichen Remis mit einer Auftaktniederlage in der neuen Saison da.

Bild: Imago