FC Bayern im Elferglück: Nagelsmann wütet gegen Video-Schiri

via Sky Sport Austria

Der FC Bayern München startet mit einem 3:1-Sieg gegen Hoffenheim in die Bundesliga-Saison. Julian Nagelsmann wütet anschließend gegen den Video-Schiri.

Auslöser war die 79. Minute: Havard Nordtveidt setzte im Strafraum zu einer Grätsche an und Bayern-Star Franck Ribery ließ sich über den Norweger fallen.

Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte auf den Punkt und Robert Lewandowski verwandelte den Strafstoß im zweiten Anlauf zum zwischenzeitlichen 2:1. Bei der ersten Ausführung gab es Verwirrung, da Arjen Robben zu früh in den Strafraum gelaufen war.

Nach dem Schlusspfiff kritisiert TSG-Trainer Julian Nagelsmann die Entscheidung des Schiedsrichters. Niko Kovac zeigt Verständnis und Arjen Robben ist enttäuscht über seiner Nicht-Nominierung für die Startelf. Sky fasst die Stimmen zum Bayern-Sieg gegen Hoffenheim zusammen.

Bayern wehrt Herausforderer Hoffenheim mit Glück ab

Die Stimmen im Überblick:

Julian Nagelsmann (bei Eurosport): „Die erste Halbzeit war nicht zufriedenstellend, da haben wir nicht gut gespielt und den Mut vermissen lassen. In der zweiten Halbzeit waren wir bis zum 1:2 deutlich besser als der Gegner.

… zur Elfmeterentscheidung: „Für mich ist es kein Elfmeter. Natürlich kann Ribery da nicht weiter spielen und es ist eine Grätsche, aber er springt eine halbe Stunde vorher. Wenn das als Elfmeter gepfiffen wird, dann kann jeder vorher losspringen und sagen, ich kann nicht weiterlaufen. Und wer bewertet es dann? Der Video-Schiedsrichter? Wo war er? Außer in den 14 Szenen danach, die keinen Mensch interessiert haben. Da war er in jedem Fall nicht anwesend.“

… über den Video-Schiedsrichter: „Was mich unglaublich aufregt: Warum kriegen sie es nicht hin, das in Köln zu entscheiden? Der arme Schiedsrichter muss vor 77.000 Zuschauern dahin rennen und sich die Szene anschauen. Da brauche ich keine 14 Screens in Köln aufbauen. Entweder entscheiden die oder lassen es.“

Niko Kovac (beim ZDF): „Es war ein kurzweiliges Spiel und der Sieg ist auch in der Höhe vollauf verdient. Das Ergebnis war allerdings nicht so klar, wie es am Ende aussieht. Hoffenheim hat es zwischen der 45. und 70. Minute ordentlich gemacht. Es ist immer wichtig, gut zu starten. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel klar dominiert und die letzten 20 Minuten waren auch in Ordnung.

… zur Elfmeterentscheidung: „Das ist schwierig. So glasklar sehe ich das jetzt auch nicht. Ich hätte ihn nicht gegeben.“

… über die Reservistenrolle von Hummels und Robben: „Wenn ich einen Weltmeister oder Vize-Weltmeister draußen lasse, dann ist jeder nicht erfreut. Beide haben aber sowohl im Supercup als auch im DFB-Pokal von Beginn an gespielt, deswegen habe ich rotiert und das werde ich in der Saison immer mal wieder machen. Und heute hat es die beiden erwischt.“

Arjen Robben (beim ZDF): „Der Sieg zum Start ist wichtig, aber einfach war das nicht. Hoffenheim hat angegriffen, das mag ich, sie haben einen super Trainer, und das sieht man an der Art und Weise, wie sie Fußball spielen.“

… über seinen Bankplatz: „Klar war ich enttäuscht und sauer, das gebe ich ehrlich zu. Ich bin 34 Jahre alt und habe mir wie alle anderen meinen Arsch in der Vorbereitung abgearbeitet. Aber die Entscheidung des Trainers gilt es zu respektieren und wenn man reinkommt, muss man liefern.“

Thomas Müller (bei Eurosport): „Wir freuen uns natürlich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Die erste Halbzeit war super, wir haben wenig zugelassen. Es war eine Energieleistung, Hoffenheim war ein guter Gegner.“

… über sein aberkanntes Tor: „Die Handregel ist die weichste Regel im Fußball. Es ist keine Absicht, ich fälsche den Ball ab, ziehe sogar weg. Ich weiß nicht, ob man da abpfeifen muss.“

Erneuter Rückschlag für Bayerns Coman