Feller hadert mit Kitzbühel-Ergebnis: „Fahre da nie zufrieden weg“
Mehr als der neunte Platz hat es für Manuel Feller im Kitzbühel-Slalom am Sonntag nicht sein wollen. Die schwierige Beziehung des Tirolers zu seinem Heimrennen setzte sich nahtlos fort. „Ich fahre da einfach nie zufrieden weg. Es werden immer weniger Chancen, die ich kriege“, meinte Feller, der im zweiten Lauf schon am Boden gelegen war. „Das Feld wird immer dichter, und ich werde immer älter. Irgendwann muss ich die Chance einmal nutzen, weil lang geht es sicher nicht mehr.“
Fellers bisheriges Topresultat in Kitzbühel war der vierte Platz im vorigen Jahr. Insgesamt vier Ausfälle durchziehen seine persönliche Ganslernhang-Historie. Vor zwei Jahren lag er zur Halbzeit vorne und schied im Finale aus, 2019 wurde Feller wegen eines von ihm nicht bemerkten Einfädlers disqualifiziert.
Feller: „Stehe nicht am Start für einen zehnten Platz“
„Seit zehn Jahren bin ich im Weltcup auf dem Niveau, dass ich Siege einfahren kann, und bis auf zwei, drei Jahre habe ich immer viele schnelle Schwünge dabei gehabt, aber in wenigen Rennen von oben bis unten“, erklärte der 32-Jährige. „Ich stehe nicht am Start für – das klingt jetzt blöd – einen zehnten Platz. Ich stehe da oben, um um den Sieg mitzufahren. Ich hoffe, dass ich noch ein, zwei, drei Jahre Ski fahre, dass ich noch ein bisschen zeigen kann, was ich kann.“
Auch kollektiv war das Rennen für den ÖSV ergebnistechnisch kein Highlight, als Bester kam Marco Schwarz auf den sechsten Platz. „Wir sind den österreichischen Skifans momentan sehr viel schuldig“, bemerkte Feller. „Im Allgemeinen hoffe ich, dass wir endlich das zeigen, was wir können. Der Einzige, der es momentan zeigt, ist der ‚Blacky‘. Nach einer Verletzung so Ski zu fahren – da kann man nur den Hut ziehen und Respekt aussprechen.“
(APA) / Bild: Imago
