Feller hat vor Kitz-Spektakel „weniger Druck auf den Schultern“

Slalom-Ass Manuel Feller hat sich vor dem Rennen am Sonntag in Kitzbühel trotz bisher ausgebliebener Podestplätze in dieser Saison unbeirrt gezeigt.

„Mit Erfolgserlebnissen und Selbstvertrauen fährt es sich leichter, aber natürlich habe ich weniger Druck auf den Schultern“, sagte der Tiroler vor seinem Heimrennen. 2024 habe fast jeder seinen Sieg erwartet, „dieses Jahr ist es so, dass es fast eine Überraschung wäre“. Dabei sei sein Skifahren nach wie vor „sehr, sehr gut“.

Dass die Erwartung von außen vielleicht nicht so groß sei, mache es eventuell „um das Alzerl leichter“, meinte Feller am Freitag in einer Medienrunde. „Es war ein holpriger Weg bis hierher, das brauchen wir gar nicht schönreden. Es waren auch sehr viele Fehler von meiner Seite, da und dort hat es vielleicht vom Material nicht hundertprozentig gepasst, aber im Großen und Ganzen weiß ich, was ich zu tun habe, damit ich da schnell Ski fahre – und das werde ich versuchen.“

Bestes Ergebnis des 32-Jährigen in diesem Winter war ein vierter Platz in Val d’Isere, in Alta Badia war er Siebenter. In vier der sieben Saisonrennen musste Feller einen Ausfall verzeichnen. Sein bisheriges Topresultat in Kitzbühel war der vierte Platz im vorigen Jahr.

Keine Angst vor „Sauwetter“

Dass es am Sonntag warme Temperaturen und Regen geben könnte, mache ihm nichts aus. „Ich bin meine besten Rennen teilweise bei richtigem Sauwetter gefahren. Auch wenn es nichts Grausigeres gibt, als bei Regen im Rennanzug zu stehen, habe ich trotzdem immer einen leichten Grinser drauf, weil ich genau weiß, dass ich da sehr, sehr gut performen kann“, erklärte der Fieberbrunner.

Feller stellte aber auch klar, dass ihm ein Sieg in Kitzbühel vor Familie und Freunden nicht mehr bedeuten würde als Gold bei den Weltmeisterschaften in Saalbach-Hinterglemm in diesem Jahr. „Als WM-Gold im Allgemeinen, ja“, sagte er. Die WM „in meinem Heimatskigebiet“ sei aber etwas Außergewöhnliches. „Von dem her wäre wahrscheinlich Saalbach sogar größer, weil ich nicht so oft die Chance habe.“

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(APA) / Bild: GEPA