ZUERICH,SWITZERLAND,04.JUN.14 - SOCCER - FIFA head quarter Zuerich, photo shooting. Image shows the FIFA logo. Photo: GEPA pictures/ EQ Images/ Gonzalo Garcia - ATTENTION - COPYRIGHT FOR AUSTRIAN CLIENTS ONLY

FIFA-Skandal: FIFA-Funktionär stimmt Auslieferung in die USA zu

via Sky Sport News HD
Zürich (APA/Reuters) – Einer der sieben im FIFA-Korruptionsskandal festgenommenen Funktionäre des Fußball-Weltverbandes hat seiner Auslieferung in die USA zugestimmt. Das Schweizerische Bundesamt für Justiz stimmte zu. Um wen es sich handelt und wann der Funktionär übergeben werden soll, gab die Behörde am Freitag nicht bekannt. Das Bundesamt machte dafür Sicherheitsbedenken und Persönlichkeitsschutz geltend.

Die USA hatten vergangene Woche formell Auslieferungsansuchen an die Schweiz gestellt. Nach einer Anhörung durch die Polizei entscheidet das Justizministerium innerhalb einiger Wochen über die Auslieferung. Die Entscheidungen könnten beim Bundesstrafgericht und danach beim Bundesgericht angefochten werden.

Die Schweiz hatte die Funktionäre Ende Mai in Zürich auf Ansuchen der US-Justiz wegen des Verdachts auf Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von mehr als 100 Millionen Dollar in Auslieferungshaft genommen. Inzwischen haben Behörden weltweit Ermittlungen rund um die Vergaben der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar aufgenommen.

Der umstrittene FIFA-Präsident Joseph Blatter hat sich vor dem anstehenden Treffens des Exekutivkomitees am 20. Juli über die Zukunft des Fußball-Weltverbandes besorgt gezeigt. Bei dem Treffen soll unter anderem das Datum für den außerordentlichen FIFA-Kongress festgelegt werden, bei dem ein neuer Präsident gewählt werden soll.

Der 79-Jährige will das Augenmerk allerdings nicht auf seine Nachfolge legen. Wichtiger seien “jene Reformen, die bisher noch nicht umgesetzt wurden”, betonte der Schweizer im hauseigenen Magazin “FIFA Weekly” (Freitag). Dazu benötige es allerdings die Willensbekundung des Komitees und vom Kongress.

“Letztlich ist die Besetzung des Präsidentenpostens nur ein Nebenschauplatz – allerdings einer im gleißenden Scheinwerferlicht”, meinte Blatter. Er hoffe, dass sich der Kongress davon nicht blenden lasse. “Denn auf dem Spiel steht die FIFA – nicht mehr und nicht weniger.”

Blatter konnte sich zudem einen Seitenhieb gegen die Europäische Fußball-Union (UEFA) nicht verkneifen. UEFA-Präsident Michel Platini zählt bekanntlich zu Blatters härtesten Kritikern. “Die UEFA hat bis heute keine Ethikkommission”, warf der scheidende FIFA-Präsident dem europäischen Verband vor, sich gegen ethische Verhaltensregeln zu sperren.

Bild: GEPA