Fiorentina zu stark: Rapid kassiert fünfte Niederlage in Serie

Die Ergebniskrise des SK Rapid hat sich auch im Europacup fortgesetzt. Gegen die Fiorentina verlor das Team von Trainer Peter Stöger vor heimischer Kulisse mit 0:3 (0:1) und musste in der Conference League die zweite Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen. Ingesamt war es die fünfte Pflichtspielpleite in Folge für die kriselnden Hütteldorfer.

Auch die Systemumstellung auf eine Dreierkette brachte bei Rapid keine Trendwende. Trainer Peter Stöger hatte in Abwesenheit des an Muskelproblemen laborierenden Nenad Cvetkovic auf drei zentrale Abwehrspieler – mit Jannes Horn, Ange Ahoussou und Serge-Philippe Raux-Yao allesamt Linksfüßer – gesetzt. An den Seiten kamen die beiden Rechtsfüßer Bendeguz Bolla und Furkan Demir zum Einsatz, an vorderster Front agierten Nikolaus Wurmbrand und Ercan Kara.

Stöger über Rapid-Situation: „Momentan für niemanden einfach“

Hedl patzt neuerlich

Fiorentina kreuzte vor 24.641 Fans mit gerade einmal vier Stammspielern in der Startformation auf, erwischte aber dennoch den besseren Start – auch dank Niklas Hedl. Der seit Wochen formschwache Rapid-Goalie ließ eine Flanke fallen, Ahoussou klärte zweimal auf der Linie (4.). Fünf Minuten später wehrte Hedl einen Dzeko-Flachschuss nach vorne auf den Fuß von Ndour ab, von wo der Ball den Weg ins Netz fand.

Fiorentina-Routinier Dzeko: „Versuche, mit den jungen Spielern mitzuhalten“

Danach kämpfte sich Rapid bei stürmischen und regnerischen Bedingungen ins Match, blieb aber ohne wirklich zwingende Offensivaktion – im Gegensatz zu Fiorentina. Roberto Piccoli lief nach einer Umschaltsituation allein auf Hedl zu und verfehlte das Tor nur knapp (31.). Gegen Ende der ersten Hälfte fing der Rapid-Tormann einen Kopfball von Hans Nicolussi (42.), wenig später im Gegenzug schoss Ercan Kara bei der besten Gelegenheit der Grün-Weißen vor dem Seitenwechsel aus der Distanz daneben (43.).

Seidl am die Latte

Auch in der zweiten Hälfte musste Rapid einen frühen Gegentreffer einstecken. Niccolo Fortini stangelte zur Mitte, der 39-jährige Dzeko entwischte Horn und netzte im Stile eines Klassegoalgetters ein. Danach war die Luft draußen, sieht man von einem von Fiorentina-Keeper David de Gea an die Latte abgewehrten Seidl-Weitschuss ab (65.).

Katzer: „Nicht zufrieden mit den Leistungen“

Rapid rackerte sich ab, blieb aber weitgehend ideenlos. Fiorentina, in der Serie A nach sieben Runden noch sieglos, schaltete in den Verwaltungsmodus und legte trotzdem noch ein Tor nach: Der für Dzeko eingewechselte Gudmundsson versenkte den Ball im langen Eck.

Die TORE im VIDEO:

0:1 – Ndour

0:2 – Dzeko

0:3 – Gudmundsson

Werbung

(APA) Foto: GEPA