INNSBRUCK,AUSTRIA,27.JUN.21 - SOCCER - UEFA European Championship, round of 16, OEFB international match, Italy vs Austria, arrival at airport. Image shows head coach Franco Foda (AUT). Photo: GEPA pictures/ Patrick Steiner

Foda im “kicker”-Interview: “Fußball ist manchmal nicht erklärbar”

via Sky Sport Austria

ÖFB-Teamchef Franco Foda hat nach den zwei Niederlagen in der WM-Qualifikation gegen Israel (2:5) und Schottland (0:1) dem deutschen Fußball- Fachmagazin “kicker” ein Interview gegeben. Trotz der blamablen Leistungen spürt Foda den Rückhalt aus dem Verband. “Intern weiß jeder, wie wir arbeiten im Trainerteam”, sagte der Deutsche. “Jeder weiß, was wir für den ÖFB geleistet haben, und deshalb schenkt man uns nach zwei Niederlagen weiter das Vertrauen.”

Die jüngsten Pleiten ordnete Foda als “komplett unnötig” ein, “Fußball ist manchmal nicht erklärbar”. Wichtig sei nun, “dass man die Ruhe bewahrt”. Man habe “viel erreicht in den vergangenen vier Jahren mit dem Nationalteam in Österreich. Zuletzt waren wir bei der EM im Achtelfinale, wir haben junge Spieler eingebaut.”

Mit nur sieben Punkten aus sechs Spielen liegt Österreich in Qualifikationsgruppe F aber schon elf Zähler hinter Spitzenreiter Dänemark auf Rang vier. Damit sind für das ÖFB-Team sogar die Play-offs um die Teilnahme an der WM 2022 in Katar in Gefahr – über die Hintertür Nations League wird Österreich aber höchstwahrscheinlich noch hineinrutschen.

ÖFB-Präsident Leo Windtner hat Foda zunächst das Vertrauen ausgesprochen, im Oktober wird er allerdings nach mehr als zwölf Jahren als ÖFB-Boss zurücktreten. Der neue Präsident (Roland Schmid oder Gerhard Milletich) könnte die Suche nach einem anderen Nationaltrainer forcieren.

“Das liegt ja nicht in meinem Ermessensspielraum”, sagte Foda zu diesem Szenario: “Wenn wir die Play-off-Spiele erreichen – Platz 1 ist ja nicht mehr realistisch – läuft mein Vertrag bis März, wenn wir dann die Qualifikation noch schaffen sollten, vielleicht sogar über die Nations League, bis zum Ende der WM in Katar. Alles andere kann ein Trainer nicht beeinflussen.”

Österreich müsse nun alle vier verbleibenden Spiele gewinnen, “wir müssen zu hundert Prozent ans Limit gehen.”

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(SID/red.)

Artikelbild: GEPA