Foda vor WM-Playoff: „Wir haben alle ein Ziel vor Augen“

Noch zwei Siege bis zur WM: ÖFB-Teamchef Franco Foda hat sich vor dem WM-Playoff-Halbfinale gegen Wales zuversichtlichin Hinblick auf das Erreichen der Endrunde im Winter in Katar gezeigt.

„Wir haben ein Ziel vor Augen. Wir haben das große Ziel, uns nach der EM auch für die WM zu qualifizieren. Wir wissen, dass uns eine schwierige Aufgabe bevortsteht“, sagte Foda im Rahmen der Kaderbekanntgabe. Weiters zeigte er sich zuversichtlich, dass sein Team dem Druck standhalten kann. „Gerade in entscheidenden Spielen hat die Mannschaft immer gut performt. Ich denke, die Mannschaft ist für solche Aufgaben gut vorbereitet. Wir werden uns in den wenigen Tagen gezielt auf den Gegner vorbereiten“, so Foda weiter.

Franco Foda verzichtete in seinem Kader für das Halbfinale des WM-Play-offs am Donnerstag in einer Woche (24. März, 20.45 Uhr) in Cardiff gegen Wales auf einige arrivierte Kräfte. Neben Stefan Ilsanker und Alessandro Schöpf stehen etwa auch die Angreifer Ercan Kara und Karim Onisiwo nicht im 24-köpfigen Aufgebot, das Österreichs Teamchef am Dienstag bekanntgegeben hat. Die Youngsters Yusuf Demir und Junior Adamu finden sich ebenfalls nur auf der Abrufliste.

Foda: Fokus auf Fußball momentan schwierig

Selbst vor einem der wichtigsten Spiele seiner bisherigen Amtszeit als ÖFB-Teamchef ist es für Teamchef Franco Foda schwer, den Fußball in den Mittelpunkt zu stellen. „Man hat im Prinzip große Sorge. Man ist eigentlich fassungslos, dass es in Europa einen Krieg gibt, dass viele unschuldige Menschen in der Ukraine sterben müssen“, erklärte der Deutsche am Dienstag bei seiner Kadernominierung für das Halbfinale des WM-Play-offs nächste Woche in Wales.

Sich in einer derartigen Situation nur auf den Fußball zu konzentrieren sei „sehr schwierig“, meinte Foda. Er sei aber der Überzeugung, dass der Sport – „bzw. gerade der Fußball, der auch weltweit verbindet“ – einen kleinen Teil dazu beitragen könne, dass der Krieg so schnell wie möglich beendet werde. Der 55-Jährige erwähnte in diesem Zusammenhang etwa Solidaritätsbekundungen im Stadion.

Das ÖFB-Team hätte am 29. März in Wien möglicherweise selbst gegen die Ukraine um ein WM-Ticket spielen sollen. Das Play-off-Finale wird nun aber frühestens im Juni stattfinden. Das für kommende Woche geplante Halbfinale der Ukrainer in Schottland war wegen des Krieges verschoben worden.

Sorgenvoll blickt Foda, seit viereinhalb Jahren im Amt, zudem auf die Pandemie-Lage. „Man sieht, dass Corona noch nicht vorbei ist“, betonte der Teamchef am zweiten Jahrestag der Verhängung des ersten Lockdowns in Österreich. „Leider ist jetzt noch der Krieg dazugekommen. Die Welt spielt verrückt.“

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(APA/Red.)/Bild: GEPA