Fragen und Antworten zum 60. Super Bowl
In der Nacht von Sonntag auf Montag steigt der Super Bowl LX. Hier findet ihr die wichtigsten Fragen und Antworten.
Was steht an?
Der 60. Super Bowl (LX), gespielt wird im Levi’s Stadium in Santa Clara/Kalifornien, Arena der San Francisco 49ers. Beim vorherigen Jubiläum vor zehn Jahren war das Stadion erstmals Austragungsort des Finales der National Football League (NFL). Der Zirkus kommt zum erst dritten Mal in den Großraum San Francisco, 1985 wurde im Stanford Stadium gespielt.
Welche Teams treffen aufeinander?
Die Seattle Seahawks und die New England Patriots streiten um die Vince Lombardi Trophy, Dauersieger Kansas City Chiefs (keine Play-off-Teilnahme) und Titelverteidiger Philadelphia Eagles (Aus am Wildcard-Weekend) haben es nicht ins „Big Game“ geschafft. Seattle winkt der zweite Triumph nach 2014, New England der insgesamt siebte und erste seit dem Ende der Ära Tom Brady. Es ist die Neuauflage des Duells von 2015, damals gewannen die Patriots auf dramatische Weise 28:24. Das Spiel beginnt in der Nacht zum Montag um 00.30 Uhr MEZ.
Wer ist Favorit?
Die Buchmacher sehen die Seahawks um Quarterback Sam Darnold (28) leicht vorn. Seattle hat die NFC überzeugend für sich entschieden und nur drei Saisonniederlagen kassiert – die bislang letzte gab es Mitte November. Die Hoffnungen der Patriots ruhen auf Drake Maye (23), der das schwere Erbe des Klubidols Tom Brady angetreten hat. Auch New England hat nur drei Niederlagen in der Bilanz, den schwierigeren Weg durch die Play-offs hatten die Seahawks.
Auf wen ist zu achten?
Natürlich auf die Quarterbacks. Darnold und Maye stehen erstmals im Super Bowl. Ein weiterer Hingucker ist Jaxon Smith-Njigba, der 23-Jährige kam in der Hauptrunde für Seattle als bester Wide Receiver der Liga auf 1793 Yards. Auch bei gefangenen Pässen über mehr als 20 (27) und 40 Yards (acht) stand er ganz oben. Beim Gegner glänzt Stefon Diggs, der die 1000-Yards-Marke zum siebten Mal in elf Jahren durchbrach. Beide Teams leben von einer starken Abwehr, hier ist unter anderem auf die Defensive Tackles Leonard Williams (Seattle) und Milton Williams (New England) zu schauen.
Alles Mike, oder was?
Zum dritten Mal haben im Super Bowl beide Cheftrainer denselben Vornamen – immer lautete er Mike. Diesmal trifft Mike MacDonald (Seahawks) auf Mike Vrabel. 1998 kam es zum Duell zwischen Mike Shanahan (Denver Broncos) und Mike Holmgren (Green Bay Packers), 2011 zwischen Mike Tomlin (Pittsburgh Steelers) und Mike McCarthy (Green Bay).
Welche Farben tragen die Teams?
Die Patriots durften sich als „Heimteam“ entscheiden und spielen ganz in weiß. Seattle trägt dunkelblau (college navy). Erstmals in der Super-Bowl-Geschichte treten beide Mannschaften komplett einfarbig an. Bei 18 der vergangenen 26 Super Bowls gewann das Team in den weißen Trikots. Aber: 2024 triumphierte Kansas City in rot, 2025 Philadelphia in grün.
Wer kommt?
Donald Trump ist – anders als im Vorjahr – nicht da. Die Reise sei einfach zu weit, sagte der US-Präsident, die wahren Gründe dürften aber andere sein. Nachdem Trump die Wahl des Latino-Rapstars Bad Bunny für die Halbzeitshow harsch kritisiert hatte, engagierte die NFL auch noch die Punkrock-Band Green Day. Das Trio kommt aus dem von den Demokraten regierten Kalifornien und gehört zum Lager der Trump-Gegner. Zufall? Eher nicht.
Wer sorgt noch für die Show?
Neben dem Puerto Ricaner Bad Bunny, der gerade den Grammy für das beste Album des Jahres erhalten hat, sind weitere Stars im Einsatz. Charlie Puth singt die US-Nationalhymne, Brandi Carlile „America the Beautiful“ und Coco Jones „Lift Every Voice and Sing“.
Wieviel wird konsumiert?
Eine Menge, wie immer. Schätzungsweise 1,2 Milliarden Liter Bier werden am großen Tag in den USA getrunken. Aus 60.000 Tonnen Avocados wird Guacamole hergestellt und dann vertilgt. Etwa 1,47 Milliarden Chicken Wings kommen auf den Tisch.
Was kostet ein Werbespot?
Es ist noch einmal teurer geworden. Im Vorjahr kassierte der US-Sender Fox für 30-sekündige Spots in Spielunterbrechungen bis zu acht Millionen Dollar. NBC erreicht diesmal Summen von bis zu zehn Millionen. Zu sehen sind unter anderem die Schauspieler Ben Stiller und Elijah Wood, dazu die früheren Sportstars Peyton Manning und Serena Williams.
(SID)/Bild: Imago
