Franco Foda: „Wenn ich das könnte wäre ich, auf österreichisch gesagt, ein Wunderwuzzi.“

via Sky Sport Austria
  • Philipp Huspek: „Es war ein extrem intensives Spiel, also meiner Meinung nach das intensivste diese Saison.“
  • Goran Djuricin: „Das ist gut und man sieht, dass wir auch verteidigen können.“
  • Walter Kogler: „Die Defensivarbeit von Sturm war für mich überragend.“

SK Puntigamer Sturm Graz spielt Unentschieden gegen SK Rapid Wien mit 0:0. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

0:0 (0:0)

Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

(Trainer ):

…über das Spiel: „Ich glaube, dass wir über neunzig Minuten schon einen Tick besser waren. Wir hatten die besseren Tormöglichkeiten, schon in der ersten Halbzeit. In der zweiten dann noch eine klare Möglichkeit von Deni. Ein, zwei knifflige Situationen, das Tor war ganz knapp Abseits, eventuell in der zweiten Halbzeit noch ein Elfmeter an Hierländer. Ich bin sehr zufrieden mit der Truppe und wie sie heute aufgetreten ist. Ich glaube es war ein besseres 0:0. Es war sehr intensiv von beiden Mannschaften.“

…darüber ob er auch als Teamchef das Spiel betrachtet hat: „Wenn ich das könnte wäre ich, auf österreichisch gesagt, ein Wunderwuzzi. Ich glaube da hat man als Trainer genug zu tun und da kann ich mich nicht noch mit einzelnen Spielern beschäftigen.“

…darüber ob sich diese Woche durch seine Ernennung viel verändert hat: „Es hat sich im Prinzip nicht viel geändert. Am Dienstag war eine Pressekonferenz, da musste man Rede und Antwort stehen. Danach habe ich mir am Dienstag über den Teamkader Gedanken gemacht und habe ihn auch festgelegt. Dann war wieder volle Konzentration auf das Spiel gegen Rapid Wien und wir haben uns dann ab Mittwoch auch demensprechend darauf vorbereitet, so wie sich das gehört und wir das auch in den letzten Wochen und Monaten immer getan haben.“

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…über das Spiel: „Also ich finde, dass wir über neunzig Minuten die klar bessere Mannschaft waren. Es war ein extrem intensives Spiel, also meiner Meinung nach das intensivste diese Saison. Es war ein richtig gutes Spiel, vor allem auch von uns. Ich denke, dass wir uns heute den Sieg mehr verdient hätten. Der letzte Pass ist nicht wirklich gekommen. Wir haben rund um den Zwanziger gut gespielt und ganz rein sind wir selten gekommen. Aber im Großen und Ganzen müssen wir zufrieden sein.“

…über seine Verletzung: „Halb so schlimm. Er ist mir drübergefahren, aber jetzt haben wir Länderspielpause und dann wird es gut sein.“

(Präsident ):

…über die Ernennung von Foda zum Teamchef: „Das war natürlich eine Entscheidung die uns schon sehr getroffen hat, aber es war eine Entscheidung die zu respektieren ist. Es ist immer schwierig, wenn sich zwei finden und einen gemeinsamen Weg gehen wollen. So oft gibt es die Chance wahrscheinlich nicht. Er ist der erste Deutsche, der hier Teamchef ist und wir wollten ihm am Ende in einem, sage ich, sehr vertrauensvollen und gemeinsamen Gespräch auch einfach den Weg nicht verbauen. Auch wenn es natürlich für uns sehr wehtut, aber der Blick ist nach vorne gerichtet.“

…über den ungünstigen Zeitpunkt der Ernennung: „Den Zeitpunkt kann man sich leider nie aussuchen. Es ist natürlich nicht der ideale Zeitpunkt, keine Frage. Wiederum umgekehrt haben wir Gott sei Dank jetzt Zeit und ich habe mich auch bei Franco Foda und seinem Team bedanke. Also wir müssen jetzt nicht in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen. Wir können das in Ruhe vorbereiten und theoretisch haben wir bis Ende des Jahres Zeit. Ich bin sehr optimistisch, dass der Günther Kreissl auch den Richtigen herauszaubern wird.“

…über das Anforderungsprofil des neuen Trainers: „Der Günther Kreissl hat einen klaren Auftrag, den kennt er und daran arbeitet er. Jeder weiß, dass er erst dann den weißen Rauch aufsteigen lässt, wenn er auch in Abstimmung mit dem Präsidium weiß, wer es dann werden wird.“

…über eine mögliche Ernennung von Mählich: „Roman Mählich ist, kann ich nur sagen, ein sympathischer Bursche, passt eigentlich ganz gut zu Sturm, aber ich sage, in dem Augenblick glaube ich ist jeder Kommentar, jedes Wort das ich jetzt abgebe bitte nicht über zu interpretieren. Wir wissen es noch nicht, der Günther macht die Dinge in aller Ruhe und bereitet sie vor. Jede Spekulation ist derzeit viel zu früh. Da wisst ihr in der Regel sogar mehr als der Präsident.“

(Geschäftsführer Sport ):

…über den möglichen Nachfolger von Foda: „Diese Woche war für mich eine Recherchewoche, wo ich über die zwei, drei Namen hinaus, die mich von Anfang an interessiert haben, versucht habe mir speziell den gesamten deutschsprachigen Markt genauer anzusehen, zu recherchieren, Gespräche zu führen und der Versuch diverse Informationen über mögliche Kandidaten einzuholen. Wir haben jetzt keine Eile, wir werden sie uns nicht machen und es wird step by step weitergehen.“

…darüber wann er den neuen Trainer gefunden haben will: „Es könnte sein, dass wir den Zeitplan der Regierungsplanung übernehmen, weil es nämlich so ist, dass ich inzwischen glaube, dass es gar nicht so gut ist zu früh einen neuen Trainer, ein neues Trainerteam zu präsentieren, weil der hier sonst sehr früh pausenlos bei jedem Sieg oder Niederlage gefragt werden würde, was das für ihn bedeutet, ob es gut oder schlecht ist, wie er die Leistung der Mannschaft einschätzt. Deswegen glaube ich ist es gut, Franco Foda ist unser erfolgreicher Trainer bis zum Ende der Herbstsaison, zu dem wir hundertprozentiges Vertrauen haben. Ich würde es sogar ein wenig gefährlich sehen zu früh einen neuen Trainer zu präsentieren.“

(Trainer ):

…über das Spiel: „Es war irgendwie ein bisschen eine Hektik bei uns im Spiel. Wir hatten sehr viele Abspielfehler und viele unnötige Eigenfehler und konnten dann vorne in den wichtigen Situationen den Ball nicht halten. Somit war Sturm Graz heute die überlegene Mannschaft. Aber Kompliment an die Mannschaft. Wir waren heute beim Tabellenführer, die sehr gut gespielt haben und haben 0:0 gespielt. Das ist gut und man sieht, dass wir auch verteidigen können. Ich bin sehr glücklich über das Unentschieden, ich glaube die Spieler auch.“

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…über das Spiel: „Ich glaube wir können durchaus zufrieden sein. Wir haben auswärts beim Tabellenführer einen Punkt mitgenommen, ich glaube damit können wir heute leben. Wir haben am Anfang probiert, dass wir sie anpressen und das hat dann am Ende der fünfzehn Minuten nicht mehr so gut funktioniert und von dem her haben wir uns dann ausgemacht, dass wir uns hinten reinstellen. Ich glaube, dass es jetzt nicht meine beste Partie war, aber ich glaube Sturm hat das ganz gut verteidigt. Sie waren gut auf uns eingestellt und von dem her können wir damit leben.“

(Sky Experte):

…über das Spiel: „Intensives Spiel, sehr kampfbetont, teilweise auch schnell geführt. Es sind zwei Mannschaften aufeinandergetroffen, die es heute irgendwo nicht verstanden haben den Gegner dann letztendlich auszuhebeln. Das liegt auch zum Großteil daran, dass beide Mannschaften wirklich in der Defensive sehr gut gearbeitet haben. Im heutigen Spiel haben die Defensivreihen dominiert. Die Defensivarbeit von Sturm war für mich überragend.“

…vor dem Spiel über die Doppelfunktion von Foda bis Weihnachten: „Aus Sicht von Sturm Graz absolut nachvollziehbar. Da hat man einen erfolgreichen Trainer, die Mannschaft ist intakt, man ist ganz vorne. Das Werkl läuft und da will man natürlich jetzt auf die Schnelle nichts ändern. Wenn die Möglichkeit besteht diesen Trainer bis zur Winterpause zu behalten, dann finde ich das eine gute Lösung.“

(Sky Experte):

…über das Spiel: „Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe. Sturm vielleicht die etwas bessere Mannschaft, aber die hundertprozentigen Chancen konnten sie auch nicht herausspielen, weil einfach beide Mannschaften in der Defensive unglaublich diszipliniert und konsequent gespielt haben. Dann kommt so ein Spiel heraus. Für mich war es jetzt nicht schlecht, es war halt sehr von Taktik geprägt.“

…vor dem Spiel darüber ob ein österreichischer Trainer vielleicht die bessere Lösung gewesen wäre: „Österreichische Lösung hin oder her. Der ÖFB hat so entschieden. Es gab einige gute Kandidaten. Franco Foda hat jetzt das Vertrauen bekommen. Man muss ihm die Zeit und Chance geben.“