Frankfurt glaubt an „Wunder von London“
Eintracht Frankfurt will die jüngsten Rückschläge ignorieren und beim großen Favoriten FC Chelsea den Einzug ins Finale der Europa League schaffen.
London begrüßte die Eintracht typisch britisch. Tiefhängende Wolken, Dauerregen, lausige acht Grad – mehr hatte die englische Hauptstadt am Mittwoch nicht zu bieten. Doch weder die meteorologische noch die sportliche Tristesse sollen die Frankfurter auf ihrer Mission stoppen: „Wir werden alles geben, um das Wunder zu schaffen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic vor dem Halbfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag gegen den FC Chelsea.
Das 1:6 vom vergangenen Sonntag in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen, die zurückliegenden vier Pflichtspiele ohne Sieg, der Kräfteverschleiß nach 47 Partien in dieser Spielzeit – all das möchte der Pokalsieger, der sich im Hinspiel ein 1:1 gegen den sechsmaligen englischen Meister erkämpft hatte, einfach ignorieren. „Wir bleiben positiv und dürfen jetzt nicht alles infrage stellen“, äußerte Bobic, dessen Klub den größten Erfolg seit dem Triumph im UEFA-Cup 1980 anstrebt: „Wir spielen eine überragende Saison.“