Frauen-Nationalteam löst auch zweite Färöer-Aufgabe
Österreichs Handball-Frauen haben sich zum erhofften Endspiel in der EM-Qualifikation gegen Rumänien gesiegt. Die Truppe von Teamchef Herbert Müller meisterte mit einem glanzlosen 26:22-(14:10)-Heimerfolg in der Südstadt am Samstag auch Teil zwei der „Pflichtübung“ gegen die Färöer. Schon am Mittwoch hatte es in Torshavn durch ein 29:24 zwei Punkte für das Konto in Gruppe 2 abgegeben, Platz zwei ist aktuell abgesichert.
Mit zwei Spielen gegen den Gruppenfavoriten Dänemark (Graz/20. April) und in Rumänien (24. April) wird die Qualifikation beschlossen. Die Top-Zwei lösen das Endrundenticket für die EM, die im November in Slowenien, Nordmazedonien und Montenegro stattfinden soll.
Klassischer Arbeitssieg gegen flinke Nordländerinnen
„Es war der erwartete Arbeitssieg“, sagte Teamchef Müller im ORF. „Wir haben in der zweiten Hälfte ein bisschen zu viele Chancen liegen gelassen, sonst wäre das Ergebnis deutlicher geworden.“ Sonja Frey bemerkte: „Wir tun uns nicht so leicht gegen diese kleinen, schnellen Spielerinnen.“
Rot-weiß-rot lag dank eines guten Beginns immer und zudem früh klar in Führung (9:3), ließ zwischenzeitlich aber Konsequenz etwa in der Deckung vermissen (13:10). Die Halbzeitführung in Form von vier Toren blieb konstant, der Sieg begann auch nach dem verfrühten Ausschluss von Katarina Pandza, abbauender Chancenverwertung und der groß aufspielenden Marianna Geirsdottir (11 Tore) nicht zu wackeln. Beste ÖHB-Werferin war Fabienne Tomasini (5).
Aus Solidarität mit der Ukraine entrollten beide Teams im Anschluss an die Partie ein Banner mit der Aufschrift: „PEACE – NOT WAR“ (Friede – nicht Krieg). Im nächsten Spiel gegen Dänemark sind die Österreicherinnen krasser Außenseiter, der erste Vergleich endete 22:27. „Dänemark ist eine Übermacht, da können wir auch zuhause nichts ausrichten, das müssen wir realistisch sehen“, verdeutliche Frey, dass der Fokus bereits auf dem Rumänien-Gastspiel liegt.
(APA)/Bild: GEPA
