Freiburg feiert frühzeitigen Klassenerhalt
Der SC Freiburg beendet nach dem gesicherten Liga-Verbleib seine Pleitenserie. Gegen Düsseldorf holen die Breisgauer trotz langer Unterzahl ein Remis.
Freiburg (SID) Das Ende der Pleitenserie nach dem gesicherten Klassenerhalt auf der Couch besangen die Freiburger Fans standesgemäß. „Nie mehr zweite Liga“ schallte es nach dem 1:1 (1:1) des Sport-Clubs gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf durch das Schwarzwaldstadion.
Die Erleichterung am drittletzten Spieltag war riesig. „Für mich ist das ein Luxus, dass wir schon sicher sind. Es ist nicht jedes Jahr so, dass Freiburg so früh den Klassenerhalt schafft“, sagte Innenverteidiger Robin Koch: „Jetzt können die Fans zwei Wochen entspannt feiern.“
Der Klassenerhalt stand aufgrund der Niederlage des VfB Stuttgart am Samstag bei Hertha BSC (1:3) ja bereits vor der Begegnung fest. Die erleichterten Freiburger holten trotz langer Unterzahl nach vier Niederlagen in Folge wieder einen Punkt – warten allerdings seit sieben Begegnungen auf einen Sieg.
Keeper Alexander Schwolow mahnte vielleicht auch deshalb: „Wir freuen uns, dass wir safe sind. Aber wir werden uns gegenseitig den Arsch aufreißen, wenn einer in den letzten beiden Spielen einen Schritt weniger macht.“
Vincenzo Grifo traf per Foulelfmeter (9.) für Freiburg, Dawid Kownacki (31.) glich für die Düsseldorfer aus. Jannik Haberer sah in der 47. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Fortuna-Coach Friedhelm Funkel nahm den Punkt am Sky-Mikrofon gelassen zur Kenntnis: „Bis zum Platzverweis haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Unter dem Strich geht das 1:1 in Ordnung.“
Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion sahen bereits in der vierten Minute die ersten brenzligen Szenen im SC-Strafraum. Erst hatte Torwart Schwolow große Mühe bei einem Freistoß von Kevin Stöger, dann flog der Keeper bei der anschließenden Ecke am Ball vorbei.
Kurz darauf wurde es auf der anderen Seite turbulent. Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) erkannte nach einem Zweikampf zwischen Benito Raman und Grifo auf Strafstoß für die Gastgeber. Der Gefoulte ließ sich nicht zweimal bitten.
Im Anschluss ließen es beide Mannschaften ruhig angehen. Tempo und Intensität ließen erkennen, dass es um nichts mehr ging. Erst in der 27. Minute war es erneut Grifo, der eine Chance nicht verwerten konnte. Insgesamt nahmen es die Düsseldorfer bei der Absicherung gegen Konter nicht ganz so genau. Die letzte Konsequenz in der Defensive fehlte.
Da die stark ersatzgeschwächten Freiburger ähnlich fahrlässig agierten, war der Ausgleich keine allzu große Überraschung. Das Tor des Polen Kownacki war allerdings äußerst sehenswert. Das 1:1 zur Pause war hochverdient für die Fortuna.
Nach dem Seitenwechsel kamen Emotionen in die Partie. Der umstrittene Platzverweis Haberers erregte die Gemüter. Es wurde zwischenzeitlich etwas ruppig. Die Gäste nutzten ihre Überzahl und drängten die Freiburger in die Defensive. Das zweite Tor für die Fortuna lag nach einer Stunde in der Luft. Die beste Möglichkeit in dieser Phase vergab Rouwen Hennings (66.).
(SID)
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