Für 200 Millionen! Klopp bastelt sich sein Superteam

via Sky Sport Austria

Juves CR7-Deal überstrahlt bislang die aktuelle Transferphase. Im Hintergrund hat sich aber Jürgen Klopp beim FC Liverpool ein Superteam mit Investitionen von rund 200 Millionen Euro zusammengestellt – mit dem Ziel, die erfolgreiche letzte Saison sogar noch zu toppen und endlich wieder große Titel an die Anfield Road zu holen.

Zweimal stand Klopp mit dem FC Liverpool kurz vor dem Gewinn eines Titels. 2016 im Europa-League-Finale gegen den FC Sevilla (1:3) und 2018 im Champions-League-Endspiel gegen Real Madrid (1:3) fehlten jedoch Kleinigkeiten zum erhofften Triumph.

Klopp investiert viel – aber gezielt

Dies soll sich zukünftig mit Hilfe von Investitionen ändern. Und genau da haben Klopp und die Reds in diesem Transferfenster angesetzt. Knapp 200 Millionen Euro wanderten über die Ladentheke – doch das nicht willkürlich, sondern sehr gezielt, wie der Coach bereits in der Vergangenheit ankündigte.

“Wir wollen nicht einfach Geld ausgeben. Wir wollen für die Mannschaft und für den Verein die richtigen Dinge tun, die richtigen Spieler aussuchen und dann mit den richtigen Vereinen verhandeln.” Dies ist dem FC Liverpool auf den ersten Blick auch gelungen. Die Reds haben zwar viel Geld investiert, aber lediglich vier Spieler verpflichtet. Diese stellen genau die punktuellen Verstärkungen dar, die der LFC benötigt hat.

Die neueste Torwart-Rekord-Verpflichtung Alisson Becker kristallisiert sich dabei als Königstransfer heraus. Für 62,5 Millionen Euro plus eventuellen Bonuszahlungen von zehn Millionen Euro bekam Klopp seinen absoluten Wunsch-Torhüter von der AS Roma.

Alisson schließt größte Baustelle

Loris Karius, die bisherige Nummer eins, hat spätestens mit seinen beiden Patzern im Champions-League-Finale offenbart, dass seine Qualitäten nicht für die absolute europäische Spitze ausreichen. Um die Königsklasse zu gewinnen und auch in der Premier League länger ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können, war eine Veränderung auf der Torhüterposition notwendig.

Mit Brasiliens Nationalkeeper hat Klopp nun einen mit 25 Jahren zwar noch jungen, aber durchaus gestandenen Torwart, der in entscheidenden Spielen den Unterschied ausmachen und den Sieg für die Reds festhalten kann.

Im Mittelfeld holte Klopp mit Leipzigs Naby Keita (60 Millionen Euro) und Monacos Fabinho (45 Millionen Euro) zwei zentrale Akteure, die den ablösefreien Abgang von Emre Can mehr als kompensieren können. Cans Qualitäten als Balleroberer, Dauerläufer und technisch beschlagener Spieler sind unbestritten, doch diese Fähigkeiten bringen die beiden Neuzugänge ebenfalls mit.

Keita und Fabinho mehr als nur Can-Ersatz

Außerdem haben sowohl Keita als auch Fabinho in der Vergangenheit bewiesen, einen Tick torgefährlicher als Neu-Turiner zu sein. Keita bringt es in seiner Leipzig-Zeit auf 27 Torbeteiligungen in 58 Bundesliga-Spielen, Fabinho als eher defensiv ausgerichteter Spieler war allein in der vergangenen Saison an elf Treffern beteiligt. Somit können die Reds im Mittelfeld ebenfalls einen offensiven Qualitätszuwachs verzeichnen.

Der Startschuss für Klopps neues Superteam fiel jedoch schon im vergangenen Winter. Damals trugen sich die Reds in die Rekordbücher ein, als Virgil van Djik als bislang teuerster Abwehrspieler der Geschichte für 78,8 Millionen Euro vom FC Southampton an die Anfield Road geholt wurde.

Mit dem Niederländer hat sich der LFC defensiv deutlich stabilisiert – ein wesentlicher Punkt für das Erreichen des Champions-League-Finals.

Shaqiri als perfekter Backup

Auf den ersten Blick fehlt also nur noch eine namhafte Verstärkung für die Offensive – doch diese ist bei einer Angriffsreihe mit Sadio Mane, Roberto Firmino und Mohamed Salah gar nicht nötig. Lediglich ein starker Backup hat in der vergangenen Saison gefehlt, um den Gesetzten auch Pausen in einer langen Spielzeit zu gönnen und so für mehr Frische im Saisonendspurt zu sorgen.

Auch in dieser Hinsicht war Klopp nicht untätig. Xherdan Shaqiri wurde für den “Schnäppchenpreis” von 14 Millionen Euro von Stoke City verpflichtet. Der Schweizer hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er in der Premier League gut zurecht kommt und mit seiner Technik und Schnelligkeit zahlreichen Hintermannschaften Kopfzerbrechen bereiten kann.

Der FC Liverpool hat durch die gezielten und sinnvollen Verpflichtungen in jedem Mannschaftsteil an Qualität hinzugewonnen. Klopp hat sich ein Superteam zusammengestellt, das so aussehen könnte:

Beitragsbild: Gettyimages