„Gehen davon aus“ – TSV Hartberg vor planmäßiger Rückkehr ins Heimstadion

Der TSV Hartberg konnte in der laufenden Saison noch kein Heimspiel in der heimischen Profertil-Arena austragen. Grund dafür sind Umbauarbeiten im Stadion Hartberg. Die bisherigen drei Saison-„Heimspiele“ absolvierten die Südoststeirer in der Datenpol Arena in Maria Enzersdorf, der Heimstätte des aktuellen Zweitligisten Admira. Die Rückkehr in die Heimat hat der TSV für Anfang November angestrebt. Dieser Zeitplan sollte auch eingehalten werden, wie Bauherr Dipl.-Ing. Manfried Schuller im Gespräch mit Sky erklärt.

„Wir haben mit Mitte Juni mit den Renovierungen gestartet, wir liegen sehr gut in der Zeit, und gehen davon aus, dass wir Anfang November die Fertigstellung für die Bundesligatauglichkeit schaffen. Die Gesamtfertigstellung erfolgt erst später. Die weiteren Bauphasen zur Fertigstellung des Stadions werden im Sommer des kommenden Jahres und gegebenenfalls auch im Jahr darauf folgen.“

Der Umbau des Stadions war überfällig, denn unter den Voraussetzungen mit mobilen Zusatztribünen, wie es in den ersten sieben Jahren der Hartberger Bundesliga-Zugehörigkeit war, hätte man keine Lizenz bekommen. Nun hat der Verein bereits vielversprechende Bilder vom Baufortschritt unter dem Titel „Stadion loading“ auf ihren Social Media-Kanälen gepostet.

Ein Punkt aus drei Spielen in der Südstadt

Aus den bisherigen drei Saison-„Heimspielen“ in der Südstadt holte die Mannschaft von Trainer Manfred Schmid nur ein Pünktchen – vergangenes Wochenende gegen den Wolfsberger AC gab es ein 2:2-Unentschieden. Gegen Salzburg (1:2) musste man sich trotz einer starken Leistung und eines Chancen-Übergewichts genau so geschlagen geben, wie gegen Tabellenführer Rapid, der dank eines späten Kara-Treffers mit 1:0 die Oberhand behielt. Bis zur geplanten Rückkehr in die heimische Profertil-Arena am 1. November, wo man die Wiener Austria empfängt, stehen für das Team um Kapitän Jürgen Heil noch fünf schwierige Auswärtspartien auf dem Programm. Am Samstag geht es nach Graz zum SK Sturm (ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria – mit Sky Stream siehst du das Spiel live) und in den Wochen darauf geht es zum LASK, GAK und nach Altach, ehe am 28. Oktober noch das ÖFB Cup-Spiel bei BW Linz auf dem Programm steht.

Aktuell scheinen sich die Hartberger auswärts aber ohnehin leichter zu tun. In den bisherigen vier Gastauftritten in der Liga holte man starke neun Punkte.

„Gesamtkapazität von über 5.000 Personen“

„In erster Linie ist es wichtig, dass wir die Sitzplatzkapazität in der Veränderung von mobilen zu fixen Tribünen erreichen. Dies wird weitgehend, aber nicht gänzlich fertiggestellt werden. Wir reden von einer Gesamtkapazität von über 5000 Personen. Im Moment wird an allen Stellen gebaut, wir sind gerade dabei die Südtribüne fertig auszustatten, die bisher eine mobile Tribüne war. Es wird der Anbau an die Haupttribüne gerade fertiggestellt und an der Osttribüne werden die Tribünen gerade in beide Richtungen verlängert. Bei der Nordtribüne wird ein Teilbereich erst in der zweiten oder dritten Bauphase fertig überdacht. Auch der ganze Bereich unmittelbar vor der Haupttribüne, da wo sich die Medien aufhalten, die Ersatzbänke, das wird alles schon neu sein, nicht gänzlich fertig, aber so weit, dass es den Anforderungen der Bundesliga entspricht“, erklärt Schuller.

„Neue Südtribüne bietet Mehrwert“

„Die Zusammenarbeit mit allen Seiten funktioniert aus meiner Sicht sehr gut, ich glaube, dass es kein vergleichbares Beispiel gibt, wo ein Stadion in so kurzer Zeit bundesligatauglich gemacht wurde. Das funktioniert nur, weil alle an einem Strang ziehen. Insgesamt wird es ein sehr schönes Stadion für die Stadt Hartberg werden. Für den Fußballfan wird die Südtribüne mit der Hospitality sicher einen bedeutenden Mehrwert haben, weil man sehr nah am Geschehen und gut versorgt ist – und all das schon ab November“, so Schuller.

Daten und Fakten zum Umbau

Der TSV Hartberg baut seine Profertil Arena um, um die Lizenz-Anforderungen der ADMIRAL Bundesliga zu erfüllen und die Infrastruktur für Spitzen- und Breitensport zu verbessern. Das Projekt wird vom Land Steiermark mit rund 9 Millionen Euro gefördert und umfasst eine Generalsanierung und einen Ausbau mit Kosten von insgesamt etwa 11 Millionen Euro. Der Spatenstich für den Umbau erfolgte im Juni 2025 und die Arbeiten sollen bis 2027 abgeschlossen sein, um ein modernes, UEFA-konformes Stadion für 5.500 Zuschauer zu schaffen.

Bilder: TSV Hartberg