MEXICO CITY, MEXICO - MARCH 15: Adrian Aldrete #16 of Cruz Azul passes the ball during the 10th round match between America and Cruz Azul as part of the Torneo Clausura 2020 Liga MX at Azteca Stadium on March 15, 2020 in Mexico City, Mexico. The match is played behind closed doors to prevent the spread of the novel Coronavirus (COVID-19). (Photo by Hector Vivas/Getty Images)

Geisterspiele sollen zum “Wohlbefinden” beitragen

via Sky Sport Austria

Die Politik sollte dem Fußball in den schwierigen Zeiten der Coronavirus-Krise eine Sonderstellung einräumen.

Dies forderte der langjährige deutsche Bundesliga-Funktionär und frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin “Kicker” (Montagausgabe).

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Zugleich sprach sich der 56-Jährige in diesem Zusammenhang für die Durchführung von Geisterspielen als “Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen” aus. Auch ein “verpöntes Geisterspiel” könne wieder ein Ereignis sein, “auf das man sich freut und über das geredet wird”, betonte Rettig. “Da kein Zeitpunkt absehbar ist, an dem das normale Leben wieder beginnt, kann bei abnehmenden Restriktionen die Austragung dieser Geisterspiele einen Beitrag zur Zerstreuung und damit für das Wohlbefinden der Menschen leisten.”

Nach Meinung Rettigs sei der “Wirtschaftsbereich Profifußball mit knapp fünf Milliarden Euro Umsatz und ca. 55.000 Arbeitsplätzen gesamtwirtschaftlich gesehen zu vernachlässigen”. Aber auch wenn der Fußball “keinen direkten ökonomischen Beitrag zur Systemerhaltung leistet, gewinnt er durch jeden Tag des derzeitigen Kontaktverbotes und damit einhergehender sozialer Isolation an Bedeutung”.

(APA)

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