Gernot Trauner: „Das war eine sehr ernüchternde Vorstellung“

via Sky Sport Austria
  • Dominik Thalhammer: „Wir waren aus meiner Sicht nicht bereit genug in vielen Phasen“
  • Thomas Silberberger: „Ich will heute gar keinen Spieler rausnehmen: Es war eine überragende Leistung von Oswald bis Yeboah“
  • David Gugganig: „Für so einen kleinen Verein in der Bundesliga sind die Top 6 ein bisschen zu hoch“
  • Alexander Schlager: „Im Großen und Ganzen war es einfach leider heute zu wenig“
  • Jürgen Werner über einen Eggestein-Verbleib: „Da haben wir keine Chance“
  • Toni Pfeffer: „Das passiert im Normalfall mit der angestammten Verteidigung nicht“

LASK verliert gegen WSG Swarovski Tirol mit 2:4. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria.

LASK – WSG Swarovski Tirol 2:4 (2:3)

Schiedsrichter: Alan Kijas

Dominik Thalhammer (Trainer LASK):
…über das Spiel: „Es war sicher ein Problem, dass wir unsere Angriffe nicht gut genug vorbereitet haben, zu schnell tief gespielt haben und dadurch auch den Ball nicht in den Zonen verloren haben, wo wir das hätten sollen und dann auch nicht so ins Gegenpressing gekommen sind. Wattens hat das sehr, sehr gut gemacht, mit relativ einfachen Mitteln die Räume hinter der Kette angespielt. Das war ein Strukturproblem, das wir in unserem Spiel hatten. (…) Es ärgert mich schon, weil Wattens das heute unbedingt wollte und wir waren aus meiner Sicht nicht bereit genug in vielen Phasen. Wir haben auch den Rückstand nicht gut weggesteckt. Ich denke, eine Spitzenmannschaft muss in der Situation auch ein bisschen anders reagieren. Es ist unsere Aufgabe eine entsprechende Reaktion zu zeigen, dass der LASK nicht zweimal so ein Spiel liefert.“

…über den Gegentreffer zum 3:1: „Unglücklich. Und ich denke, wenn sie gewusst hätten, wo der Ball dann hinkommt, hätten sie es wahrscheinlich auch anders entschieden. Aber ich glaube einfach, dass wir heute den Fehler nicht bei den anderen suchen, sondern bei uns.“

Alexander Schlager (LASK):
…über das Spiel: „Wir waren nicht gut in der Partie. Wir haben heute einfach viele Fehler gemacht. Wir haben es nicht auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben, nämlich unser Spiel durchzuziehen, dass sie das annehmen müssen, dass wir diejenigen sind, die agieren und sie reagieren müssen. Es war ein bisschen umgekehrt. Wir hatten nicht so die Kontrolle im Spiel. Wir haben viele Sachen gemacht, die nicht in unserem Plan waren. Im Großen und Ganzen war es einfach leider heute zu wenig.“

…über seinen Fehler, der zum Gegentor führte: „Ich habe nur gesehen, dass er von rechts kommt. Ich habe mir den Ball dann mitgenommen. Ich hatte ihn nicht am Schirm, da bin ich ganz ehrlich. Ich merke mir aus der Situation, dass es vielleicht doch gescheiter ist mit dem ersten Kontakt lange zu spielen oder von vornherein gar nicht den Pass zu spielen, weil er keinen Sinn macht. Das passiert und es geht weiter.“

…über die defensive Leistung: „Zu dem Spiel heute muss sich was ändern, aber wir wissen auch ganz genau, dass wir das können. Wir können das normalerweise. Und ich habe auch keine Befürchtungen, dass wir das am Mittwoch nicht wieder auf den Platz bekommen. Es ist jetzt nicht so, dass jetzt alles komplett schlecht ist und wir komplett am Boden zerstört sind. Es geht weiter, wir sind Fußballer und wissen das richtig einzuschätzen.“

Gernot Trauner (LASK):
…über das Spiel: „Ich glaube, wir haben einfach zu wenige Zweikämpfe gewonnen. Wir waren von der ersten Sekunde nicht hundertprozentig bereit die letzten Meter zu gehen und dann kommt so ein Spiel zustande. Wattens war sehr gut eingestellt. Wir haben gewusst, wie sie spielen werden, aber sie haben uns trotzdem immer wieder ausgekontert. Und das darf uns einfach nicht passieren, da müssen wir cleverer agieren. Wir haben heute fast nichts auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Das war eine sehr ernüchternde Vorstellung heute. (…) Das war jetzt ein Spiel, das werden wir auch nicht überbewerten. Aber natürlich müssen wir das ganz klar analysieren und die Fehler aufzeigen und dann versuchen, das besser zu machen. Aber es ist jetzt nicht großartig etwas passiert.“

…über die vier Gegentreffer: „Vier Tore zuhause zu kriegen, tut weh als Verteidiger. Wir haben ihnen viel in die Beine gespielt, viele Geschenke verteilt, also da müssen wir einfach abgebrühter sein und dürfen uns nicht so sehr verzetteln, weil wir da hinten rausspielen wollen.“

…über den kleineren Platz: „Wir haben uns schon schwer getan. Ich glaube, das hat man schon gesehen. Der Platz darf aber nie eine Ausrede sein.“

Jürgen Werner (LASK) in einem Videobeitrag vor dem Spiel:
…über einen möglichen Verbleib von Johannes Eggestein: „Da haben wir keine Chance. Also es ist schon vom Gehalt unrealistisch, unabhängig davon wie man sich mit Werder Bremen einigen könnte. Weil in der deutschen Bundesliga doch noch andere Gehälter wie bei uns bezahlt werden. Aber ich bin froh, dass uns der Clou gelungen ist, dass er jetzt mal dieses Jahr bei uns spielt. Ich glaube, das hat sich schon ausgezahlt für den LASK.“

…über die Ziele des LASK: „Man kann das auch offensiv formulieren, das man sagt: Ja natürlich will ich in der Liga, in der ich mitspiele, das größte Ziel erreichen und das ist Erster zu werden. Nur gibt es halt in Österreich einen übermächtigen Konkurrenten. Aber nichtsdestotrotz muss man nach dem streben und schauen, dass man mal einen Titel einfährt.“

…über das neue Stadion: „Natürlich ist die wirtschaftliche Belastung hoch. Aber ich vertraue da unserem Präsidenten, der mir versprochen hat, das wird nicht auf mein sportliches Budget Einfluss nehmen.“

Thomas Silberberger (Trainer WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Das letzte Mal waren wir Gesprächsthema Nummer 1 am 4. Juli. Und heute ist es ein anderes Interview, das ich geben kann. Wir hatten heute viel vor und es ist zum Großteil auch so aufgegangen, wie wir es geplant hatten. Wir sind auch im Rückstand ruhig geblieben. Es war ein toller Auftritt meiner Mannschaft. (…) Ich will heute gar keinen Spieler rausnehmen: Es war eine überragende Leistung von Oswald bis Yeboah vorne.“

…über die aktuelle Tabellensituation: „Ich glaube, wir stehen zurecht da. Wenn die Mannschaft auswärts den LASK 4:2 schlägt, in Hütteldorf 3:0 gewinnt und in St. Pölten über 30 Minuten in Unterzahl spielt und gewinnt, dann ist der Tabellenplatz mehr als verdient. Aber am meisten freut mich, dass wir den Vorsprung nach hinten auf 12 Punkte ausgebaut haben.“

…über die Meistergruppe: „Wir nehmen das bewusst nicht in den Mund. Wir haben das in Malta so beschlossen. Wir haben natürlich eine interne Zielsetzung, aber die wird nach außen keine Sekunde kommuniziert und ihr werdet von mir auch nichts hören.“

…über die verrückte Vorbereitung und die Tatsache, dass man bis heute lediglich einmal auf Rasen agieren konnte: „Diese Schneefälle waren wirklich so massiv diese Woche. Dann haben wir einen nagelneuen Kunstrasen, den wir davor auch nicht hatten. Der Platzwart muss sich erst einspielen. Er hat es dann Zustande gebracht, dass er den Traktor auch noch schrottet und die Kupplung durchbrennen lässt. Die Situation war eigentlich ein Wahnsinn, weil dann ist noch ein Kälteeinbruch gekommen, dann ist der Platz zugefroren gewesen, dann haben wir den eisfrei machen müssen. Also das war eine Wahnsinnswoche für einen Bundesligisten. Ich habe mir gedacht, jeder Gebietsligist hat bessere Bedingungen als wir. Die Mannschaft hat das aber geschluckt und hat dann heute die richtige Antwort darauf gegeben. Wir waren jetzt in den letzten 14 Tagen ein Mal auf Rasen.“

David Gugganig (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Wir haben sie zu wenigen Torchancen kommen lassen und haben die Fehler von ihnen eigentlich eiskalt ausgenutzt. Deswegen war es, glaube ich, gar nicht unverdient heute.“

…über sein Tor: „Schön, dass ich wieder getroffen habe und der Mannschaft geholfen habe. Der Eckball war super getreten und in letzter Zeit sind wir sehr gefährlich bei Standards. Es hat ziemlich viel zusammengepasst.“

…über die Meistergruppe: „Mit dem beschäftigen wir uns nicht. Wir schauen von Spiel zu Spiel, dass uns solche Erfolge gelingen, das ist natürlich schön und wir freuen uns riesig darüber. (…) Ich glaube, es ist kein Thema bei uns. Wenn es passiert, dann ist es sicher schön, dann können wir die nächste Saison ein bisschen ruhiger planen. Aber ich glaube, unser Ziel sollte immer der Klassenerhalt bleiben. Weil für so einen kleinen Verein in der Bundesliga sind die Top 6 ein bisschen zu hoch.“

Nikolai Baden Frederiksen (WSG Swarovski Tirol):
…über das Spiel: „Ich denke, wir haben heute ein super Match gespielt. Man kann sagen, das war eines der besten Spiele, die wir diese Saison gespielt haben.“

…auf die Frage, ob er sich im Sturm wohler fühle: „Ich glaube, es passt besser für mich und ich kann mehr vorne bleiben. Ich bin in der Offensive besser als in der Defensive, das ist kein Geheimnis.“

…über sein Zusammenspiel mit Kelvin Yeboah: „Ich und Kelvin passen gut zusammen, das ist eine richtig gute Kombination. Wir haben auch Zlatko noch draußen, der immer reinkommen kann oder auch starten kann. Wir sind drei Angreifer, die sich gut verstehen.“

…auf die Frage, ob Training überbewertet sei: „Es ist nicht, weil wir nicht trainiert haben, es ist wegen der Chemie im Team. Jeder hat Spaß, jeder hat eine Connection zum anderen. Wir fühlen uns derzeit sehr wohl im Team.“

Marc Janko (Sky Experte):
…über die WSG Tirol: „Sie haben es großteils des Spiels sehr, sehr gut gemacht. Sie hatten einen super Matchplan, haben den beinhart verfolgt, wirken meiner Meinung nach auch enorm fit.“

Toni Pfeffer (Sky Experte):
…über den LASK: „Die Defensive war sehr fehleranfällig heute. Das beginnt mit Cheberko, das geht weiter bei Trauner, der heute ungewöhnlich fehleranfällig war, auch mit dem Fehlen von Wiesinger und Filipovic. Das ist natürlich schon eine Schwächung. Und das hat man heute schon phasenweise gesehen, dass da eben viele Fehler passieren. Und das passiert im Normalfall mit der angestammten Verteidigung nicht.“