Gesamtweltcup und Heim-Events als nacholympische Highlights

Drei Tage nach der Olympia-Abschlussfeier steht Goldmedaillengewinnerin Ariane Rädler schon wieder rennmäßig auf der Piste. Am Mittwoch startet das Training für das Speed-Wochenende im alpinen Ski-Weltcup der Frauen in Soldeu, die Männer setzen den Weltcup am Wochenende ebenfalls mit Abfahrt und Super-G in Garmisch-Partenkirchen fort. Für viele rot-weiß-rote Olympiateilnehmer geht es im auslaufenden Winter noch um viel, andere haben ihre Saison schon beendet.

In Bormio und Cortina waren die Schweizer Alpinskifahrer die Nummer eins, im Weltcup will das ÖSV-Team den Spieß umdrehen. „Wir sind noch voll im Fight im Nationencup“, betonte Alpinchef Christian Mitter und relativierte die Lücke zu den Schweizern. „Wenn das System so überlegen wäre, wären wir ja schon chancenlos.“ 629 Punkte fehlen dem ÖSV-Team in der Nationenwertung, inklusive Finale in Lillehammer von 21. bis 25. März stehen pro Geschlecht noch je vier Stationen auf dem Programm.

Im Rennen um die kleinen Kristallkugeln ruhen die Hoffnungen auf den Frauen, vor allem auf Julia Scheib. Die in Cortina glücklose Steirerin geht im Riesentorlauf-Weltcup mit deutlichem Vorsprung ins Saisonfinish. In der Abfahrt „ist die Kugel aufgrund der Verletzung von Lindsey (Vonn) in Greifweite“ für Super-G-Medaillengewinnerin Cornelia Hütter, meinte Frauen-Cheftrainer Roland Assinger. Auch die Teamwertung bei den Frauen hat er trotz 577 Punkten Rückstand auf das führende US-Team noch nicht abgeschrieben. „Das ist schon mein geheimes Ziel“, erklärte Assinger.

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Heim-Weltcups für Skispringer, Kombinierer, Snowboarder

Auf heimischen Schanzen wird der Skisprung-Weltcup bei Frauen und Männern fortgesetzt. Die Frauen springen kommendes Wochenende in Hinzenbach, die von den Super-Team-Olympiasiegern Jan Hörl und Stephan Embacher angeführten Männer absolvieren zwei Skifliegen am Kulm.

Auch die Nordischen Kombinierer sind erstmals in der Geschichte der Disziplin in Bad Mitterndorf zu Gast, am Freitag steht ein Kompakt-Bewerb auf dem Programm. Der dreifache Medaillengewinner Johannes Lamparter geht mit 143 Punkten Vorsprung auf den norwegischen Triple-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro in die letzten drei Bewerbe und greift drei Jahre nach seinem ersten Gesamtweltcupsieg nach seinem zweiten. Auch im Langlauf stehen für Teresa Stadlober und den bei Olympia enttäuschten Mika Vermeulen noch einige Weltcups auf dem Programm. Im Biathlon stehen im März auch noch drei Veranstaltungen an.

Ein schönes Heimspiel steht Alessandro Hämmerle bevor. Der Doppel-Olympiasieger im Snowboard-Cross darf sich in seiner Vorarlberger Heimat beim Weltcup in Montafon am 14./15. März feiern lassen. Anna Gasser, die 2018 und 2022 zweimal Gold im Big Air gewonnen hat, und Co. haben mit dem Slopestyle-Weltcup in Flachau (19.-21. März) ebenfalls noch einen Heim-Weltcup im Programm. Für Benjamin Karl, Doppel-Olympiasieger im Alpin-Snowboard, geht es noch um die Gesamtwertung im olympischen PGS-Weltcup, den er punktegleich mit dem Italiener Roland Fischnaller anführt, und den Parallel-Weltcup, in dem er 40 Punkte Rückstand auf Aaron March hat.

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Rodlerinnen fahren um Gesamtsieg

Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock kann ihren Triumph in Cortina dagegen schon voll auskosten, der Weltcup ist Mitte Jänner zu Ende gegangen. Auch die Bobfahrer haben ihre Saison bereits abgeschlossen. Im Rodeln wird das deutsch-österreichische Duell, das in Cortina an die Nachbarn ging, in St. Moritz und Anfang März mit dem Weltcupfinale in Altenberg fortgesetzt. Selina Egle/Lara Kipp ist der Gesamtsieg im Doppelsitzer wohl nicht mehr zu nehmen, Lisa Schulte führt im Einsitzer, der Olympia-Zweite Jonas Müller liegt einen Zähler hinter Felix Loch, wird aber beim Finale nicht starten.

Die Freeskier Matej Svancer, der im Big Air zu Bronze gesprungen ist, und Lara Wolf haben vor den Bewerben in Tignes und Silvaplana noch Chancen im Slopestyle-Weltcup.

Nach Olympia ist vor WM im Eiskunstlauf

Für Olga Mikutina ist nach Olympia vor der WM. Ende März steht im Eiskunstlauf in Prag die Weltmeisterschaft auf dem Terminkalender. Bereits am ersten März-Wochenende bestreiten die Eisschnellläufer in Heerenveen ihre WM im Mehrkampf und Sprint, die Short Tracker folgen eine Woche später mit ihren Titelkämpfen in Montreal. Eisschnellläuferin Jeannine Rosner ist bereits ab Freitag wieder gefordert. Die 19-jährige Tirolerin hat bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Inzell vier Titel zu verteidigen.

(APA)

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Beitragsbild: Imago