Gesperrter Joao Victor wechselt von Kapfenberg zum LASK

via Sky Sport Austria

Der LASK hat Offensivspieler Joao Victor vom Kapfenberger SV verpflichtet. Der 23-jährige Brasilianer muss allerdings noch bis 26. November 2017 eine Dopingsperre absitzen.

Die Österreichische Anti Doping Rechtskomission hatte den Angreifer zuerst für 18 Monate gesperrt. Danach wurde die Strafe auf sechs Monate reduziert. Laut Spieleranwalt Dr. Johannes Lehner hatte der Spieler “in einer akuten Schmerzsituation unbedacht eine nicht verschreibungspflichtige Kopfwehtablette zu sich genommen”. Diese Tablette sei außerhalb von Wettkampftagen sogar erlaubt.

Da der Vertrag beim Kapfenberger SV nicht mehr aufrecht ist, kommt der 23-Jährige ablösefrei in die oberösterreichische Landeshauptstadt.

 

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Medienmitteilung LASK Linz

Der 23-Jährige Brasilianer Joao Victor wechselt vereinslos zum LASK. Er spielte davor beim Kapfenberger SV. In den letzten beiden Saisonen brachte er es auf 64 Einsätze und erzielte dabei dreiundzwanzig Treffer und steuerte elf Assists bei. Victor spielt beidfüßig und ist als offensiver Mittelfeldspieler universell einsetzbar.

Oliver Glasner über den Transfer: „Mit Joao Victor wurde ein schneller Offensiv-Allrounder verpflichtet, um den wir uns seit geraumer Zeit bemühen. Natürlich ist die sechs monatige Sperre für ihn nicht einfach, aber wir glauben fest an ihn, kennen die Situation und unterstützten ihn dabei so gut es geht als Verein. Joao hat schon in den vergangenen Spielzeiten bei Kapfenberg gezeigt, dass er mit seiner Qualität Spiele entscheiden kann. Mit seiner feinen Technik und Torgefährlichkeit ist er sicher eine weitere Qualitätssteigerung für die Mannschaft.“

Dr. Johannes Lehner (Spieleranwalt): „Joao konsumierte nicht vorsätzlich leistungssteigernde Substanzen, sondern nahm vielmehr in einer akuten Schmerzsituation unbedacht eine nicht verschreibungspflichtige Kopfwehtablette zu sich, deren Einnahme außerhalb von Wettkampftagen sogar erlaubt ist. Dieses mindere Versehen wurde von der ÖADR auch festgestellt und aus diesem Grund die Sperre herabgesetzt.“

Kein aufrechter Vertrag mit Kapfenberg

„Joao hat keinen aufrechten Vertrag mit dem KSV Kapfenberg, da die Optionsvereinbarung gegen zwingende Bestimmungen des Kollektivvertrags der Österreichischen Fußball- Bundesliga (KV-ÖFB) und die ständige höchstgerichtliche Rechtsprechung verstößt. Der Vertrag mit dem KSV wurde nicht wirksam verlängert und ist Joao daher vereinslos.“ Wir freuen uns auf Joao und wünschen ihm im Schwarz-Weißen Dress alles Gute!

Bild: GEPA