„Gibt verdammt viel zu tun“: Beim WAC schrillen die Alarmglocken
Dank dreier Unentschieden bleibt in der Qualifikationsgruppe der Bundesliga zur Halbzeit alles beim Alten. Und dennoch herrscht beim Vorletzten Wolfsberger AC angesichts der nächsten schwachen Leistung beim torlosen Remis gegen Blau-Weiß Linz die größere Alarmstimmung als beim Tabellenschlusslicht.
Blau-Weiß vergab in Wolfsberg die Chance, erstmals seit 23. November die Rote Laterne abzugeben. Die Oberösterreicher waren die klar bessere Mannschaft, scheiterten aber immer wieder an WAC-Torhüter Nikolas Polster. „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gezeigt, haben uns nicht belohnt mit der guten Anzahl an wirklich hochkarätigen Torchancen“, resümierte Trainer Michael Köllner im Sky-Interview.
Das Minimalziel, ungeschlagen abzureisen, habe man aber erreicht. Nun wollen die Linzer mit Heimvorteil „unseren nächsten Schritt machen. Wir wollen mit aller Macht den Dreier holen.“
HIGHLIGHTS | Wolfsberger AC – FC Blau-Weiß Linz | 27. Runde
Wolfsberg weiter sieglos – Silberberger hadert
Die Linzer haben ihre bisher zwei Heimspiele in der Qualifikationsgruppe gewonnen und zudem in den jüngsten Spielen starke Leistungen gezeigt. Entsprechend selbstbewusst gehen sie in das zweite „Kellerduell“, während beim WAC die Alarmglocken läuten. Ein Jahr nach dem Cupsieg und dem knapp verpassten Meistertitel ist die Abstiegsgefahr nach 14 Saisonen im Oberhaus akut.
Die Wolfsberger sind seit elf Spielen sieglos und haben auch in den zwei Partien unter dem neuen Trainer Thomas Silberberger die Trendwende nicht geschafft. Dass man dank zweier 0:0 nicht längst am Tabellenende steht, hat man in erster Linie Torhüter Nikolas Polster zu verdanken.
„Ich bin zehn Tage da, es gibt verdammt viel zu tun. Eines ist schon klar, wir haben uns das anders vorgestellt. Ich werde mir Spieler zur Brust holen, weil es war heute einiges im Argen, außer Nik Polster. In der Quali-Runde musst du den Spielstil annehmen, jetzt ist es höchste Eisenbahn“, machte Silberberger via Sky seinem Ärger Luft. „Das Glückliche ist, wir haben jetzt zweimal zu null gespielt, aber vorne rein brauchen wir definitiv giftige, galligere Spieler“, betonte er.
Die Spieler sind sich der prekären Lage bewusst. „Das war zu wenig. Wir müssen uns klar werden, was am Spiel steht, dafür war das Kämpferische einfach zu wenig“, kritisierte Polster. „Jeder weiß, dass wir zu gewinnen anfangen müssen, sonst wird es schwierig. Unteres Playoff ist Kampf, ist Spiele irgendwie gewinnen, das heißt es umzusetzen“, sagte Simon Piesinger.
(APA)/Bild: GEPA
