Nico Gleirscher hat seinen zweiten Saisonsieg im Rodel-Einsitzer gefeiert und seine Weltcupführung damit ausgebaut

Gleirscher gewinnt Einsitzer in Sigulda

Nico Gleirscher hat seinen zweiten Saisonsieg im Rodel-Einsitzer gefeiert und seine Weltcupführung damit ausgebaut. Der 27-jährige Tiroler setzte sich am Sonntag in Sigulda/Lettland mit Bestzeit in beiden Durchgängen 0,184 Sekunden vor dem Letten Kristers Aparjods und 0,281 vor dem Deutschen Max Langenhan durch.

Gleirscher führt nach vier von neun Weltcup-Bewerben mit 331 Punkten vor Langenhan (271) sowie seinen Teamkollegen Jonas Müller (259) und Wolfgang Kindl (247). Für den ÖRV war es bereits der dritte Sieg im vierten Einsitzer-Rennen dieser Saison. Gleirscher hatte Anfang Dezember in Innsbruck-Igls einen Vierfach-Erfolg angeführt, Müller hatte sich in Oberhof durchgesetzt.

Gleirscher „brutal happy“

„Sigulda ist immer eine Challenge, besonders wenn es in Richtung Bahnrekord geht. Hier zweimal fehlerfrei runterzufahren ist nicht so leicht“, berichtete Nico Gleirscher, der vor dem zweiten Heat „richtig nervös“ war. Das Feilen am richtigen Schienen-Set-up habe sich für ihn ausgezahlt. „Wir haben die letzte Woche sehr viel getestet und von gestern auf heute noch eine Kleinigkeit geändert. Das hat richtig angezeigt, ich bin brutal happy, dass es so aufgegangen ist.“

In Sigulda kamen mit Kindl auf Platz acht und David Gleirscher zwei weitere ÖRV-Rodler in die Top Ten. Im mit vielen Stürzen turbulent verlaufenen Teamstaffelbewerb setzte sich Deutschland vier Hundertstelsekunden vor Österreich durch. Die Deutschen feierten ihren 50. Sieg in diesem Bewerb.

Cheftrainer Eigentler zufrieden

ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler war mit der Bilanz auf der Bahn in Sigulda sehr zufrieden. „Wir haben uns in den letzten Jahren in Sigulda sehr schwer getan, umso erfreulicher sind die Leistungen, die wir an diesem Wochenende gezeigt haben. Die Bilanz kann sich mehr als sehen lassen, zwei Siege, dazu in allen Disziplinen am Podest, das ist speziell hier in Sigulda keine Selbstverständlichkeit.“

Der Rodel-Weltcup geht kommendes Wochenende in Altenberg, wo die zweite Saisonhälfte beginnt, weiter.

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(APA) / Bild: Imago