Goal West #6: Ein gewagtes Zeichen

via Sky Sport Austria

Daniel Nussbaumer (18) verlässt den SCR Altach in Richtung VfB Stuttgart. In Zeiten wie diesen nichts Neues, dass ein aufstrebendes Talent versucht in jungen Jahren den Schritt ins Ausland zu wagen. Bitter Beigeschmack: der 18-Jährige erklärte, „dass sich Stuttgart mehr um mich bemühte als Altach“. Da stellt sich die Frage: kann es sich ein Verein wie Altach aktuell leisten, ein aufstrebendes Talent einfach so ziehen zu lassen?

Spordirektor Georg Zellhofer erklärte, „dass man sich sehr wohl bemüht habe. Aber man habe sich bei den Verhandlungen auch etwas mehr Dankbarkeit gewünscht, immerhin hat man ihm die Chance auf Bundesliga gegeben“ – tags darauf ließ man Nussbaumer nicht mehr bei den Profis trainieren und versetzte ihn wieder zu den Amateuren. Einfach nur peinlich. Und ein ganz falsches Signal, dass die Klubführung in Zeiten des angekündigten Umbruchs aussendet.

Denn um das große Geld wird es nicht gegangen sein bei den Verhandlungen – Nussbaumer wechselt zur Amateurmannschaft (Regionalliga) des VfB. Vielmehr wird es sich um Wertschätzung und Perspektiven gedreht haben. Die man dem 18-Jährigen wohl nicht entgegenbrachte. Zellhofers Arbeit, neue Talente an den Verein zu binden, hat sich mit diesem Schritt nicht wirklich erleichtert. Der Sportdirektor wird viel an Überzeugungsarbeit leisten müssen, um einigermaßen heil aus dieser Causa rauszukommen. Denn im Umfeld des Klubs kommt es gar nicht gut an, Eigenbauspieler auf diese Art und Weise zu verlieren.