Goran Djuricin: „Das spricht für unsere Qualität, aber auch für unsere Ineffizienz bei der Chancenauswertung“

via Sky Sport Austria
  • Thorsten Fink: „Wir müssen gleich auf Mittwoch schauen“
  • Franz Wohlfahrt vor dem Spiel: „Es wird hier eine Krise heraufbeschworen“
  • Fredy Bickel zur Causa Philipp Schobesberger: „Ich habe immer noch große Hoffnung, dass wir das bis zum Ende des Monats zu unseren Gunsten entscheiden können“
  • Raphael Holzhauser: „Wir können trotzdem zufrieden sein, wir haben ein gutes Spiel gemacht“
  • Philipp Schobesberger: „Ich bin natürlich froh über das erste Kopfballtor in meiner Profikarriere“
  • Alfred Tatar: „Die Gabelung scheint sich zu vollziehen, Rapid schlägt einen anderen Weg ein als die Austria“
  • Hans Krankl: „Philipp Schobesberger war eine dominierende Figur in diesem Spiel“

 

Im 323. Wiener Derby feiert Rapid einen 1:0-Derbysieg im Ernst-Happel-Stadion gegen die Austria. Die Stimmen zum Spiel bei Sky Sport Austria HD.

 

FK Austria Wien – SK Rapid Wien, 0:1 (0:0)

Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer

 

Thorsten Fink (Trainer FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Es war ein ausgeglichenes Spiel, am Ende hatten wir leichte Vorteile. Der, der seine Chancen nützt, gewinnt. Meine Mannschaft hätte sich ein Unentschieden verdient und es wäre gerechter gewesen. Sie hat viele Chancen herausgespielt. Wir müssen gleich auf Mittwoch schauen. Ich habe nicht verstehen können wie der Ball aus dem Winkel reingeht. Holzhauser ist nicht eingeteilt dort zu verteidigen, er ist eh mitgekommen. Und hat das nicht mehr verteidigen können, es war ein schönes Tor, Schade für uns. Westermann musste nicht verletzt raus, er ist noch nicht bei 100 Prozent. Ich habe ihn rausgenommen, weil er keine Kraft mehr hatte. Wir haben die Chance im Cup weiterzukommen, Rapid ist nicht unschlagbar. Ich sage gar nichts dazu (zur Teamchef-Frage, Anm.) und konzentriere mich auf das nächste Spiel.“

 

Goran Djuricin (Trainer SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Wir waren den Tick agiler in der ersten Halbzeit, die zweite war ausgeglichen. Hätten wir unsere Konter zu Ende gespielt, hätten wir einige Tore mehr schießen können. Das Tor war denke ich glücklich, wir waren einige Male im Fünfer gefährlich. Schobesberger wirbelt immer vorne und kann den Ball halten, im Eins-gegen-Eins ist er heute nicht so oft vorbeigekommen wie ich mir das vorstelle. Galvao hätte noch abwarten können und ihn ablaufen, es war nicht viel aber die rote Karte kann man geben. Wir schauen nur auf uns, die Tabelle interessiert mich überhaupt nicht. Die letzten drei Spiele haben wir 1:0 gewonnen – das spricht für unsere Qualität, aber auch für unsere Ineffizienz bei der Chancenauswertung.“

 

Franz Wohlfahrt (Sportdirektor FK Austria Wien):

…vor dem Spiel bei Sky: „Es wird hier eine Krise heraufbeschworen. Wir haben eine Meisterschaftsniederlage gegen den überlegenen Tabellenführer Sturm und die Niederlage in der Europa League. Davor aus acht Spielen nicht verloren. Wir haben das Glück in einer sehr schweren Europa League Gruppenphase zu sein. Bei uns eine Krise zu finden, halte ich für sehr gewagt. Wir wissen an was es liegt und haben gesehen, dass wir zu viele Fehler gemacht haben. Die Mannschaft befindet sich nicht in einer Krise. Jeder darf seine Meinung sagen und auch Herbert Prohaska, wenn er nicht zufrieden ist, wie wir gespielt haben, ist das okay, das streiten wir auch nicht ab. Wir haben neun Verletzte und einen Gesperrten, da ist es für jede Mannschaft schwierig. Für mich ist es jetzt auch eine Möglichkeit zu sehen, mit welchen Spielern wir weiter planen können. Die Sache ist klar, dass ich den Trainer nicht verlieren will, ich werde mich dementsprechend äußern, auf der anderen Seite ist es wunderschön, wenn der Trainer so gefragt ist.“

 

Fredy Bickel (Geschäftsführer Sport SK Rapid Wien):

…in der Halbzeit bei Sky: „Ich bin guten Mutes, wir haben laufend Gespräche mit Philipp Schobesberger, auch mit seinem Agenten. Ich habe immer noch große Hoffnung, dass wir das bis zum Ende des Monats zu unseren Gunsten entscheiden können. Die Dinge sind klar und dass er sich die eine oder andere Sache noch überlegt, steht ihm zu, das verstehe ich und das gehört dazu, trotzdem hoffe ich auf das gute Ende. Ich denke, dass er auch weiß, was er an uns hat. Es kann nicht immer alles mit Finanzen ausgeglichen werden, den einen oder anderen Trumpf haben wir auch. Ich denke wirklich, dass wir nicht an einem so schlechten Ende stehen.“

 

Raphael Holzhauser (FK Austria Wien):

…nach dem Spiel: „Ich glaube, wir können trotzdem zufrieden sein, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Kritisieren muss man die Chancenauswertung. Wir hatten drei, vier sehr gute Möglichkeiten. Man darf nicht vergessen, wir haben am Donnerstag ein schwieriges Spiel in der Europa League gehabt. Wir waren trotzdem die dominante Mannschaft. Uns fehlen neun Spieler, wir müssen weiter hart arbeiten.“

…zum möglichen Elfmeter für die Austria: „Der Schiedsrichter hat es nicht gesehen (Handspiel von Schwab, Anm.), ich habe es ihm im Spiel schon gesagt. Da kann man nichts machen.“

…zum möglichen Elfmeter für Rapid: „Ich treffe ihn (Schobesberger, Anm.) schon, kann man auch geben.“

 

Philipp Schobesberger (Siegestorschütze SK Rapid Wien):

…nach dem Spiel: „Ich bin natürlich froh über das erste Kopfballtor in meiner Profikarriere und noch dazu so ein wichtiges. Natürlich wollte ich den Ball aufs Tor köpfeln … nein Spaß, ich wollte ihn Kvilitaia auflegen. Aber zum Glück ist der Ball ins lange Eck reingefallen. Ich habe mich gut gefühlt, wir haben die Woche gut trainiert, hoffentlich geht es am Mittwoch nochmal so aus. In der ersten Halbzeit müssen wir 2:0, 3:0 führen. Am Schluss hat die Austria noch Chancen gehabt, aber wir haben das generell gut gemacht. Vier Spiele in Folge gewonnen und lange nicht verloren, damit sind wir alle glücklich.“

…zu einem möglichen Abschied von Rapid: „Das wird sich in den nächsten Wochen rausstellen. Es gibt noch keine Tendenzen. Es ist die Aufgabe meines Managers, meine Aufgabe sind Assists und Tore.“

 

Alfred Tatar (Sky Experte):

…nach dem Spiel: „Eine schwierige Situation für die Austria, in der Europa League hat man wenig zu melden und heute hat man das Derby verloren. Die Gabelung scheint sich zu vollziehen, Rapid schlägt einen anderen Weg ein als die Austria. Keine Diskussion hier muss man auf den Elfmeterpunkt zeigen. Ich vermute, dass Leute dann ins Stadion kommen, wenn sie etwas erwarten dürfen. Man kann auch denken ich sehe es auch im Fernsehen, es ist nicht unbedingt so, dass man dabei sein muss. Die Schnelligkeit von Philipp Schobesberger, auch mit dem Ball am Fuß – das ist hohe technische Qualität. Er hat ein enormes Dribbling in gefährlichen Zonen. Aufgrund der schwierigen Personalsituation ist die Situation der Austria auch erklärbar. Die Spieler, die die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, haben laufend Negativerlebnisse und es könnte sich eine Spirale entwickeln, die nach unten weist. Das ist eine Gefahr.“

 

Hans Krankl (Sky Experte):

…nach dem Spiel: „Ein verdienter Sieg von Rapid, auf 90 Minuten gesehen. Sie waren dann einen Mann weniger, haben gekämpft und verdient gewonnen. Sie bleiben an der Spitze dran, eine gute Runde für Rapid. Philipp Schobesberger hat sich das Tor sehr verdient. Er war eine dominierende Figur in diesem Spiel.“