MADRID, SPAIN - APRIL 13: Antoine Griezmann of Atletico Madrid during the La Liga Santander  match between Atletico Madrid v Celta de Vigo at the Estadio Wanda Metropolitano on April 13, 2019 in Madrid Spain (Photo by David S. Bustamante/Soccrates/Getty Images)

Griezmann-Wechsel zu Barca vor Abschluss: Die Kettenreaktion kann beginnen

via Sky Sport Austria

Die letzte Hürde ist weggeräumt, der erste Dominostein kann endlich fallen: Dem Wechsel von Antoine Griezmann von Atletico Madrid zum FC Barcelona steht wohl nichts mehr im Wege. Wie die französische Sport-Tageszeitung L’Equipe und das spanische Blatt El Mundo Deportivo berichteten, ist die festgeschriebene 120-Millionen-Euro-Ablöse für den französischen Weltmeister bezahlt worden. Der TV-Sender Deportes Cuatro filmte am Freitagmittag Griezmanns Anwalt beim Betreten der Zentrale des Ligaverbandes LFP.

Der 28 Jahre alte Angreifer soll beim Klub des fünfmaligen Weltfußballers Lionel Messi und von Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen – der Transfer dürfte auch eine Kettenreaktion auf dem internationalen Transfermarkt in Gang setzen.

Bereits Mitte Mai hatte Griezmann angekündigt, von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen und Atletico trotz seines bis 2023 laufenden Vertrages nach fünf Jahren zu verlassen. Was folgte, war eine schier endlose Wechsel-Posse.

Zündstoff lieferte vor allem die Uneinigkeit der beiden spanischen Topklubs über die Zahlungsmodalitäten. Während die Katalanen eine Zahlung in mehreren Raten präferierten, forderten die Colchoneros angeblich, dass die Summe auf einen Schlag eingehen müsse. Griezmann soll daraufhin erwogen haben, die Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro selbst zu hinterlegen, ließ seinen Worten aber keine Taten folgen.

Vielmehr unterstrich er seinen Wechselwunsch zuletzt demonstrativ durch das Fehlen beim Auftakttraining der Madrilenen. Auch reiste er nicht mit der Mannschaft von Trainer Diego Simeone in das Trainingslager in die USA. Stattdessen soll er bereits am Montag zum Trainingsstart bei den Katalanen auf dem Platz stehen.

Möglich wurde der Deal nach Angaben der spanischen Sport-Tageszeitung Marca schließlich nur, weil es Barca gelungen war, das Geld bei diversen Banken zu beschaffen. Griezmann scheint jeden Cent wert zu sein: Der EM-Torschützenkönig von 2016 war in den vergangenen fünf Jahren bei Atletico mit 133 Toren in 257 Pflichtspielen der prägende Offensivspieler.

Mit dem Transfer-Vollzug könnte der erste “Dominostein”, von dem Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt gesprochen hatte, auf dem internationalen Transfermarkt gefallen sein. Bislang hielten sich die europäischen Spitzenklubs mit den ganz großen Transfers zurück. Bald könnte mehrfach die 100-Millionen-Marke übertroffen werden.

Der Deal könnte auch auf den FC Bayern Einfluss haben. Der Rekordmeister hat zwar Leroy Sane von englischen Champion Manchester City zu seinem ersten Transferziel für die linke Offensivseite erklärt, doch der französische Weltmeister Ousmane Dembele gilt als erster Ersatzkandidat, sollte der deutsche Nationalspieler nicht zu bekommen sein.

Für den Ex-Dortmunder Dembele dürften die Spielanteile in Barcelona mit der Verpflichtung von Griezmann erheblich abnehmen – zusätzlich sollen die Katalanen weiter an der Rückholaktion des Brasilianers Neymar von Paris St. Germain arbeiten. Und bräuchten dafür auch weitere Einnahmen.

(SID)

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