Gründe der öffentlichen Sicherheit: Udine fordert Verschiebung von WM-Quali-Spiel
Der Bürgermeister von Udine Alberto Felice De Toni fordert aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Verschiebung des für 14. Oktober angesetzten Fußball-WM-Qualifikationsspiels Italien gegen Israel. „Israel wurde zwar nicht von internationalen Sportwettbewerben ausgeschlossen, aber angesichts einer humanitären Katastrophe von historischem Ausmaß, angesichts des unermesslichen Leids in Gaza, halte ich es für unangemessen, dieses Spiel auszutragen“, sagte De Toni laut Medien.
Die Partie solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Bürgermeister stützt sich auf eine Petition mit mehr als 20.000 Unterschriften. Diese wurde von der Bewegung „Possibile“ initiiert und fordert eine Absage des Spiels. Bereits im Oktober 2024 war es zu Protesten gegen das in Udine ausgetragene Nations-League-Match Italien-Israel gekommen. Damals hatte sich der Stadtrat zunächst geweigert, das Spiel zu unterstützen, und erst nach langen Verhandlungen und unter der Bedingung, humanitäre Maßnahmen zugunsten von Gaza zu starten, die Schirmherrschaft für die Partie erteilt.
WM-Quali in Udine? Entscheidung bei FIGC und UEFA
Das Stadion in Udine wird vom Erstligisten Udinese Calcio betrieben. Die Entscheidung, Länderspiele auszurichten, liegt beim italienischen Fußballverband (FIGC). Das Spiel selbst wird von der UEFA organisiert.
(APA) / Bild: Imago
