Härtefall Jantscher: Angreifer bei Sturm in Zukunft nur noch zweite Wahl
Beim SK Sturm entpuppt sich Klub-Ikone Jakob Jantscher zum sportlichen Härtefall. Der Angreifer, der vor zwei Saisonen noch zum besten Spieler der Liga gekürt wurde, muss sich in Zukunft – sportlich gesehen – mit einer Nebenrolle begnügen.
Der 34-Jährige wird sich künftig mehr abseits statt auf dem Platz wiederfinden und vor allem als Mentor für die jungen Spieler sowie als Joker fungieren.
„Jakob wird eine wichtige Funktion in der Kabine haben, und er ist auch als Spieler immer eine Option, auch wenn er seltener in der Startelf sein wird“, erklärte Cheftrainer Christian Ilzer.
Jantscher nimmt veränderte Rolle an
Sportdirektor Andreas Schicker und er hätten gute Gespräche mit Jantscher gehabt.
„Wir haben mit ihm ehrlich kommuniziert und wir sind überzeugt, dass er auf keinen Fall nachlassen wird – auch in seiner verbalen und mentalen Funktion“, berichtete der Trainer und fügte hinzu: „Seine Reaktion zeigte, dass er im Sinne von Sturm Graz denkt. Er ist ja schon in jungen Jahren eine Legende“, sagte Ilzer.
Mit Manprit Sarkaria, Szymon Wlodarczyk, Bryan Teixeira, den Youngsters Mohammed Fuseini und Leon Grgic sowie einer laut „Kleine Zeitung“ weiteren geplanten Neuverpflichtung im Angriff würden viele Spieler bei Sturm aktuell den Vorzug vor Jantscher erhalten.
Mit der künftig vermehrt auftretenden Zuschauerrolle auf der Tribüne hat sich der 34-Jährige abgefunden – und glaubt dennoch weiter an seine Chance auf Einsatzminuten.
„Ich werde in jedem Training Vollgas geben. Ich bin keiner, der jetzt sagt: ,Gut, akzeptiert, meine Situation ist aussichtslos, ich mache jetzt ein Jahr Urlaub.‘ Nein, ich kämpfe, weil ich weiß, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann. Ich bin da, wenn ich gebraucht werde“, sagte Jantscher, der für Sturm bislang 248 Pflichtspiele absolviert hat.
(APA/Red.)/Bild: GEPA
