Hartberg-Profi Heil: „Ich habe unter Markus Schopp sehr viel gelernt“
Jürgen Heil war am Montagabend zu Gast bei „Dein Verein – Double Check“. Der Spieler des TSV Hartberg sprach u.a. über das wahrscheinliche Verpassen der Meistergruppe, die Qualität des Kaders und seine Zukunft.
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Jürgen Heil (TSV Egger Glas Hartberg):
…über die Auswärtsniederlage bei der Austria: „Natürlich tut es weh. Ich glaube die Niederlage war verdient, weil wir nie ins Spiel gefunden haben. Da muss man der Austria gratulieren. Sie haben sich sehr weiterentwickelt und uns die Grenzen aufgezeigt.“
…über die Probleme im Spielaufbau/Chancen kreieren: „Das begleitet uns schon länger. Wir finden nur sehr schwer ins Spiel rein. Wir wissen, dass wir im Ballbesitz normalerweise gut sind. Natürlich muss man sich dann überlegen, ob man dann nicht vielleicht so hoch stehen soll, dass man immer die Bälle hinter die Kette bekommt.“
…über die bisherigen Leistungen der Hartberger in der Frühjahrsaison und die Gründe: „Es ist ein bisschen wie ein déjà vu. Wir haben in der ersten Runde der Meisterschaft auch gegen Rapid gewonnen und dann haben wir zwei Niederlagen hintereinander gehabt. Ich glaube, die Vorbereitung war bei uns nicht optimal mit vielen Corona-Fällen. Deswegen braucht die Mannschaft ein bisschen Zeit.“
…über die Meistergruppe und das wahrscheinliche Verpassen: „Wir haben uns viel mehr erwartet. Wir hätten die Qualität unter den ersten Sechs zu sein. Das haben wir leider vergeigt, auch wenn noch zwei Spiele sind und es rein rechnerisch möglich ist. Aber man muss sich damit befassen, weil wir aus den letzten Jahren auch wissen, dass das untere Playoff ein harter Kampf wird.“
…über die Qualität des Kaders: „Man darf nicht vergessen, dass wir der kleinste Verein in der Bundesliga mit dem geringsten Budget sind. Aber wenn ich mir die Qualität des Kaders ansehe, dann war das unser Ziel unter den Top Sechs zu sein. Das Ziel haben wir jetzt leider wahrscheinlich verpasst. Vielleicht sollte man sich als Verein mal hinstellen und sagen, dass wir mit der Qualität in die Top Sechs kommen wollen.“
…über seine persönliche Leistung und die Weiterentwicklung: „Ich habe mich die letzten Jahre weiterentwickelt und unter Markus Schopp sehr viel gelernt. Ich glaube das Spiel gegen den Ball und das Zweikampfverhalten habe ich immer gehabt. Aber auch mit dem Ball habe ich mich sehr verbessert. Da ist heuer sehr viel zurückgekommen. Ein Spieler, der das Vertrauen spürt, kann richtig aufblühen. Heuer gelingt mir sehr viel.“
…über seine Zukunft/Vertrag: „Natürlich macht man sich über die Zukunft Gedanken. Der Vertrag läuft aus und dann ist es logisch, dass man sich Gedanken macht.“
…lächelnd auf die Frage, ob es ein Treffen zwischen ihm und New York Red Bulls Trainer Gerhard Struber gegeben hat: „Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen.“
…über einen Wechsel in die MLS: „Natürlich hat die Liga seinen Reiz. Es ist die Frage, was man sich sportlich vorstellt. Ich bin doch noch ein recht junger Spieler. Man muss auch andere Optionen abwiegen. Bei mir ist es jetzt nicht so, dass ich unbedingt aus Hartberg weg muss. Es wird darauf ankommen, welche Angebote da sind. Am Ende des Tages werde ich eine Entscheidung treffen.“
…auf die Frage, wann er eine Entscheidung treffen wird: „Deadline habe ich mir keine gesetzt. Man hat es natürlich im Kopf, wie es weitergehen wird. Es ist eine sehr spannende Phase in meiner Karriere. Vorrangig ist, dass ich am Platz meine Leistung bringe. Wenn das stimmt, wird alles andere kommen. Genauso will ich vorgehen und wir haben noch das Cup-Halbfinale mit Hartberg und im unteren Playoff haben wir letztes Jahr den siebenten Platz erreicht, was heuer sicherlich unser Ziel sein wird. Jetzt noch Leistung bringen, alles andere wird kommen.
…über die anstehende Partie gegen den SK Sturm: „Wir spielen gegen die vermeintlich besseren Mannschaften immer gut. Wir haben im Hinspiel schon gezeigt, dass wir Sturm schlagen können. Die Qualität ist bei uns da, dass wir jeden Gegner wehtun. Wir müssen unser Spiel umstellen und ein bisschen weg vom Ballbesitz gehen und dem Gegner den Ball lassen. Wir haben schnelle Spieler und sind gut im Umschaltspiel. Vielleicht wird das der Schlüssel zum Erfolg sein.“
Beitragsbild: GEPA
