Harte Aufgaben: Österreichs B-Team im Billie Jean King Cup gefordert

Aus österreichischer Sicht total im Schatten des WTA-Heimturniers in Linz steht heuer das rot-weiß-rote Auftreten im Billie Jean King Cup. Parallel zum Event in Oberösterreich wird in Banja Luka in der Europa/Afrika-Zone II im Gruppenmodus um Aufstieg, Klassenerhalt und gegen den Abstieg gespielt. Nicht aber von Österreichs erster Garde, denn Julia Grabher, Anastasia Potapova, Lilli Tagger und Sinja Kraus sind für Linz genannt. Und selbst im ÖTV-B-Team gab es einen Ausfall.

Anna Pircher ist wegen anhaltender Rückenprobleme in Bosnien-Herzegowina nicht dabei. Die Tirolerin ist amtierende U16-Europameisterin und schaffte es im vergangenen September bei einem ITF-W75-Turnier in Wien immerhin ins Halbfinale. ÖTV-Kapitänin Marion Maruska nominierte die 18-jährige burgenländische Vertragsspielerin Leonie Rabl (Weltranglisten-1.474.) nach. Nummer eins im Team bleibt Ekaterina Perelygina (574.), zudem stehen Claudia Gasparovic (1.119) und Mavie Österreicher (1.254) im Kader. Alle österreichischen Partien werden auf ÖTV-TV live übertragen.

Die Österreicherinnen waren am Sonntag bei der Auslosung zweier Fünfer-Gruppen topgesetzt, sie treffen in Gruppe A auf Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Zypern und Finnland. Die ersten zwei Teams aus den beiden Gruppen spielen am Samstag in Kreuzspielen um die beiden Aufstiegsplätze in die Europa/Afrika-Zone I. Für die Dritten und Vierten geht es ebenso in Kreuzspielen gegen den Abstieg in die Zone III. Dieser ist für die beiden Gruppenletzten unausweichlich, sie bestreiten noch ein Duell gegen den letzten Platz.

Seit 2023 Absturz in Drittklassigkeit

Im November 2023 verpassten die Österreicherinnen durch eine in Schwechat gegen Mexiko im abschließenden Doppel im Tiebreak des dritten Satzes erlittene 2:3-Niederlage die Weltgruppen-Qualifikation. Im April 2024 gelang der Aufstieg ins Play-off um die Weltgruppen-Zugehörigkeit, diese Rückkehr misslang im November darauf aber durch ein 2:3 auf neutralem Boden in Texas gegen die Ukraine. Statt eines erneuten Anlaufs ging es im vergangenen April schon da ersatzgeschwächt gegen den Abstieg, aber ohne Erfolg. So geht es nun erstmals seit 2018 in die Europa/Afrika-Zone II.

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(APA) / Foto: GEPA