Hartes Heimspiel für Gall in Osttirol
Für Felix Gall bietet sich kommende Woche bei der Tour of the Alps die seltene Gelegenheit für Rennauftritte auf heimischen Straßen.
Die letzten zwei Etappen der fünftägigen Rundfahrt der 2. Pro-Kategorie führen durch die Osttiroler Heimat des Tour-de-France-Etappensiegers von 2023. Vor zwei Jahren war er bei der grenzüberschreitenden Alps-Rundfahrt ins internationale Rampenlicht gefahren. Seither hat sich der Bergspezialist als Klassementfahrer in der Weltspitze etabliert.
„Die Tour of the Alps 2023 war ein Schlüsselmoment für mich. Das Gefühl, vor heimischem Publikum mit Freunden und Familie an der Strecke zu fahren, werde ich nie vergessen. Klar, wächst der Druck – aber genau das spornt mich an“, sagte der vor zwei Jahren neuntplatzierte Gall. Seine Erwartungen für die Neuauflage sind hoch. „Ich freue mich riesig. Es ist etwas ganz Besonderes, ein Rennen genau dort fahren zu dürfen, wo man aufgewachsen ist. Und wenn dann auch noch die Chance auf ein Top-Ergebnis da ist, ist die Motivation natürlich umso größer.“
Topstars fehlen, gute Chancen für Gall
In die Karten spielt dem nicht ideal in die Saison gestarteten Gall, dass keiner der Topstars am Start ist. Zu den stärksten Konkurrenten des Decathlon-Kapitäns zählen Daniel Felipe Martinez (Red Bull-Bora), die Italiener Giulio Ciccone (Lidl-Trek) und Antonio Tiberi (Bahrain) sowie Thymen Arensman (Ineos). Viele Fahrer nutzen das Rennen als Vorbereitung auf den Giro d’Italia, Gall wird jedoch nicht an der Italien-Rundfahrt teilnehmen. Der 27-Jährige ist nicht der einzige Österreicher im Feld mit acht World-Tour-Rennställen. Im Team Vorarlberg treten Daniel Geismayr und Emanuel Zangerle an, für das österreichische Nationalteam unter anderem Riccardo Zoidl und Martin Messner.
Die Rundfahrt beginnt am Ostermontag gleich mit einer bergigen Etappe um San Lorenzo Dorsino. Auch die weiteren Teilstücke sind sehr anspruchsvoll und weisen zwischen 2.400 und 3.750 Höhenmeter auf. Die vierte Etappe am Donnerstag wird in Sillian gestartet, nach einem Abstecher in die Südtiroler Dolomiten endet der Abschnitt nach 163 km in Obertilliach. Tags darauf geht es auf einem Rundkurs um Lienz in Galls unmittelbare Heimat, wo es auf 112 km zweimal nach Bannberg und über Stronach auf den Iselsberg geht.
(APA) / Bild: Imago
