Hartog wird zum Helden: GT-Pilot rettet Kollegen aus brennendem Wrack

Der niederländische Rennfahrer Loek Hartog wurde an diesem Wochenende durch eine bemerkenswerte Aktion zum Helden. Der 23-Jährige rettete nach einem schweren Unfall in Shanghai einem Konkurrenten vermutlich das Leben.

Während eines Rennens der China GT Championship kam es an der schnellsten Stelle der Strecke zu einer folgenschweren Kollision mehrerer Fahrzeuge. Der Ferrari des Briten Ollie Millroy wurde dabei schwer getroffen und ging innerhalb kürzester Zeit in Flammen auf. Millroy war nach dem Einschlag offenbar nicht in der Lage, das Fahrzeug selbstständig zu verlassen.

Hartog, der sich nur wenige Positionen hinter dem Unfallgeschehen befand, reagierte sofort. Während andere Piloten am in Flammen stehenden Ferrari vorbeifuhren, stellte Hartog seinen eigenen Porsche ab, stieg aus und eilte zur Unglücksstelle. Mit einem Feuerlösche kämpfte er sich zu dem brennenden Ferrari vor befreite Millroy eigenhändig aus dem Cockpit.


Trotz mehrerer Verletzungen kam Millroy vergleichsweise glimpflich davon. Der Brite erlitt unter anderem Rippenbrüche, eine Verletzung am Schlüsselbein sowie weitere Knochenbrüche. Millroy meldete sich später aus dem Krankenhaus zu Wort und fand bewegende Worte für seinen Retter. „Dass ich heute Abend noch am Leben bin, verdanke ich ausschließlich einem Mann“, schrieb der Brite in den sozialen Medien. Hartog habe sofort angehalten und dabei seine eigene Sicherheit riskiert. Eines Tages werde er die Geschichte seinen drei Kindern erzählen. In ihren Augen werde Hartog „der größte Superheld aller Zeiten“ sein.

Hartog selbst spielte seine Rolle herunter. Auf die Dankesworte seines Kollegen antwortete der Niederländer: „Du musst mir nicht danken. Ich wünsche mir eine Welt, in der so etwas nicht als mutig gilt, sondern für jeden ein natürlicher Instinkt wäre.“ Er sei vor allem dankbar, im entscheidenden Moment am richtigen Ort gewesen zu sein.


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