LEIPZIG, GERMANY - NOVEMBER 23: (EDITORS NOTE: Image has been digitally enhanced.) Konrad Laimer of RB Leipzig celebrates after scoring his team's third goal during the Bundesliga match between RB Leipzig and 1. FC Köln at Red Bull Arena on November 23, 2019 in Leipzig, Germany. (Photo by Boris Streubel/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images)

Herbstmeister Leipzig will starke Hinrunde 2020 “vergolden”

via Sky Sport Austria

(APA/dpa) – RB Leipzig hat mit dem ersten Herbstmeistertitel in der deutschen Fußball-Bundesliga einen weiteren Meilenstein der Clubgeschichte gesetzt. Der Red-Bull-Club geht mit zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Borussia Mönchengladbach und deren vier auf Titelverteidiger Bayern München ins neue Jahr. Damit will man sich in Leipzig aber nicht zufriedengeben.

“Wir haben jetzt eine tolle Ausgangsposition und wollen das im nächsten Jahr vergolden”, erklärte ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer, der beim Jahresabschluss am Samstag gegen Augsburg (3:1) sein viertes Pflichtspieltor der Saison erzielte. Der Mittelfeldmann ist mittlerweile ein absoluter Schlüsselspieler im Gefüge von Neo-Trainer Julian Nagelsmann.

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ÖFB-Kollege Marcel Sabitzer musste gegen Augsburg erstmals mit der Jokerrolle vorliebnehmen, hat mit elf Pflichtspieltreffern aber ebenfalls großen Anteil am Erfolgslauf der Leipziger. Dazu standen mit Stefan Ilsanker und Hannes Wolf auch die beiden weiteren Österreicher im Dezember wieder auf dem Platz.

Leipzig hat sieben seiner vergangenen acht Ligaspiele gewonnen. Das einzige Unentschieden gab es zuletzt im Schlager bei Borussia Dortmund (3:3). Auch gegen Gladbach (3:0) und Bayern (1:1) haben die Sachsen in der Hinrunde nicht verloren. Nagelsmann schickte vor der zweiten Saisonhälfte warnende Worte an die Konkurrenz. “Wir werden unsere Gier ganz sicher beibehalten”, sagte der 32-Jährige.

Für Gladbach-Trainer Marco Rose, in den vergangenen Jahren mit Red Bull Salzburg erfolgreich, kommt der Höhenflug der Leipziger nicht überraschend. “Bei RB ist es ein herausragender Kader, mit einem sehr guten Trainer und einer Top-Infrastruktur”, erklärte der gebürtige Leipziger. “Das ist ein Verein, der dahingehört und auch den Anspruch hat.”

Erstmals seit der Saison 2009/10 (Bayer Leverkusen) heißt der Herbstmeister in Deutschland nicht Bayern oder Dortmund. “Um die anderen Mannschaften muss sich keiner Sorgen machen”, meinte Rose allerdings. “Julian Nagelsmann hat es treffend gesagt: Vor ein, zwei Jahren war die Bundesliga unspannend und alle haben sich drüber aufgeregt. Jetzt ist sie spannend, da gibt es wieder Leute, die sich Sorgen um die Qualität der Liga machen. Einfach mal so nehmen, wie es ist. Ich fühle mich ganz gut damit gerade.”

Im Frühjahr will auch der Serienmeister aus München wieder zum Angriff blasen. In den beiden Spielen vor der Winterpause waren die Bayern auf einen 18-Jährigen als Retter angewiesen. Der eingewechselte Niederländer Joshua Zirkzee erzielte sowohl beim 3:1 gegen Freiburg als auch beim 2:0 gegen Wolfsburg kurz vor Schluss den Führungstreffer. “Die Geschichte ist schon sehr verrückt. Er hat uns jetzt zweimal gerettet”, sagte der deutsche Teamspieler Joshua Kimmich.

Trotz der dank Zirkzee gerade noch eingefahrenen Zähler haben die Bayern ihre schwächste Hinrunde seit 2010 gespielt. Unter Interimscoach Hansi Flick, der Anfang November Niko Kovac abgelöst hatte, gelang zumindest die Trendwende. Acht Siege in zehn Pflichtspielen stehen unter dem früheren Assistenten zu Buche. Viele Spieler wie ÖFB-Star David Alaba haben sich klar für eine Fortsetzung des vorerst bis Jahresende anberaumten Flick-Engagements ausgesprochen. Laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic seien nur noch “Details” zu klären.

Im Vorjahr hatten die Bayern mit sechs Punkten Rückstand auf Dortmund überwintert, holten am Ende aber dennoch den siebenten Meistertitel in Serie. Die vier Zähler auf Leipzig bereiten in München noch keine schlaflosen Nächte. “Das ist machbar”, meinte Salihamidzic. Kapitän Manuel Neuer tönte sogar: “Leipzig ist sehr stark. Aber wenn wir unseren Stiefel runterspielen, sind wir die bessere Mannschaft.” Die Bayern seien “wieder eine Mannschaft, vor der der Gegner Angst hat”, meinte der Tormann.

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