Pekinger Eis kommt Herzog entgegen: „Grinser gehabt“

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog ist in Peking und auch auf dem olympischen Eis angekommen. Die 26-Jährige fühlt sich darauf sehr gut, die Bedingungen kommen ihrer Statur und ihrem Laufstil entgegen. Die Tirolerin und ihr Ehemann und Trainer Thomas Herzog sind nach deren Aussage als Letzte ihrer Sportart bei den Spielen eingetroffen. Damit gingen die beiden einen konträren Weg zu Pyeongchang 2018, als es im Endeffekt ein vierter (500 m) und ein fünfter Platz (1.000 m) wurde.

„Wir haben es richtig gemacht, dass wir jetzt erst da sind“, zeigte sich Thomas Herzog im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur überzeugt. Die Konkurrenz sei teilweise schon zehn Tage zuvor gekommen. „Vor vier Jahren waren wir die Ersten und im Testrennen nach zehn Tagen war Vanessa dann schneller als im olympischen Rennen.“ Der erste Bewerb der Wahl-Kärntnerin geht mit ihrer Paradedistanz 500 m am Sonntag nächster Woche in Szene, zehn Tage nach der Ankunft.

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Die Weltmeisterin von 2019 hat gleich Freundschaft mit der pickelharten Oberfläche geschlossen, auf der sie zu einer Medaille laufen will. „Das erste Gefühl am Eis war gut. Es war zwar relativ warm in der Halle, aber ich bin sofort auf das Eis gegangen und habe einen Grinser im Gesicht gehabt“, erzählte Vanessa Herzog. „Also mir gefällt es sehr gut. Es ist sehr griffig, es ist etwas für große, kräftige Leute – also genau für mich.“

Thomas Herzog sieht ihr das Eis auf den Leib geschneidert – perfekt für Läufer, die kräftig drücken und richtig reinarbeiten. 70 Minuten lang hat die Einheit von „Österreichs Sportlerin des Jahres 2019“ gedauert. Es seien langsamere Intervalle gemacht worden, damit sie das Gefühl für den Grip auf dem Eis erlange. Sechs Eistrainings werden noch folgen. Dazu wird u.a. auf dem Rad und mit dem Physio gearbeitet.

Grundsätzlich gehe es noch um die Spritzigkeit, daran sowie sehr stark an den Starts sei auch zuletzt in Inzell gefeilt worden. Nach ihren beiden Bandscheibenvorfällen vom vergangenen Jahr hat Herzog ihre Rückenprobleme weiter im Griff, auch durch die Arbeit mit ihrer Neuro-Trainerin Sylvia Reisenthaler. Die wird erst am Montag in Chinas Hauptstadt erwartet, da ihre Ct-Werte zuletzt nicht so gut gewesen seien.

(APA)

Bild: GEPA